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| style="text-align: left; vertical-align: top;" | <poem>die Existel
| https://diglib.hab.de/mss/189-helmst/min/00352.jpg
Dhu sehet zu, Ehr Lieben Bruder,
das Ihr nicht habt vntrew Gemüeter,
Das nicht Jemandt Vnter Euch mit schmertz
habe ein args Vngleubigs Hert
das da abtrett, 6 zu falscher Rotd
kom ewiglebendigem Gott¬
Sondern, Er mahnt Euch selbst, all tag¬
Solang es heute heißen mag,
Das nicht Jenandt verstocket werdt
Vnter Euch durch btrug der Sundt beschwert.
das 4 Capitol.
Eo last vns großen fleißthun nzu¬
Einzunohmen zu dieser Ruh,
Auf das nicht Jemandt starck mit prall
Ins Vnglaubens Exempel fall
denn lebendig ist Gottes wort,
krefftig, vnd scherffer aller Ort,
denn kein zweyschneidig Schwert may sein,
Vnd durchtringt, biß das scheidet fein,
Seele vnd beist, auch Marck vnd Bein,
Vnd ist ein Richten In gemein
der bdancken vnd Sinnen des Hertzen,
Vnd ist kein Creaticr, Cohn schertzen¬
fur Ihm vnsichtbar, klein noch grob¬
Es ist aber alles gantz bles¬
vnd fur seyn Augu eitdecklt alhier,
der ist es, von dem reden wir¬
Das. 5. Capitel.
Dieweil wir denn, aus Gtrs Gaben,
Ein großen Hohenpriester haben
Ihrsum den Sohn Gotts, Ewir Ihr wiest.)
der gen Hiemel gefahren ist
Solast vns an dem Bekendtnis
hadten garstrif, Vhrst vnd gewies¬
Denh wir nicht haben, zu der Stundt,
EIn Hohenpriester, der nicht kündt
Mittleiden haben allezeit
Mit vnser Menschlichen Schwacheit,
Sondern, der allethalben ist versucht,
Gleich wir wir, doch ohn Sunden rucht
Drulmb lasset vns wetten hinzu¬
Mit freudigkeit vnd Gwießens Ruh,
 
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| https://diglib.hab.de/mss/189-helmst/00352.jpg
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