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== Vorfahren und Verwandtschaft ==
== Vorfahren und Verwandtschaft ==


Sie war die jüngste Tochter Herzog Ernst. I mit seiner Frau [[Sophie von Mecklenburg-Schwerin (1508–1541)]]. Ihr Bruder war [[Wilhelm_der_Jüngere_(Braunschweig-Lüneburg)|Wilhelm der Jüngere]], Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (* 4. Juli 1535; † 20. August 1592). Sie lebte noch bis in die Herrschaft ihres Neffen [[Christian_(Braunschweig-Lüneburg)|Christians des Älteren]] (* 9. November 1566; † 8. November 1633), der als ihr nächster Verwandter ihr Testamentsvollstrecker war. Ihr Schwager war [[Georg_Ernst_(Henneberg-Schleusingen)|Georg Ernst von Henneberg-Schleusingen]] (1511-1583), der letzte regierende Graf der Gefürsteten [[Grafschaft Henneberg]], mit dem das [[Henneberg_(Adelsgeschlecht)|Geschlecht]] im Mannesstamm ausstarb.
Sie war die jüngste Tochter Herzog Ernst. I mit seiner Frau [[Sophie von Mecklenburg-Schwerin (1508–1541)]]. Ihr Bruder war [[Wilhelm_der_Jüngere_(Braunschweig-Lüneburg)|Wilhelm der Jüngere]], Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (* 4. Juli 1535; † 20. August 1592).  
 
Im Jahr 1567 nahm sie die dreijährige Elisabeth von Mansfeld-Hinterort (1564-1596), die Tochter ihrer Schwester Margarethe (1534-1596) bei sich auf. Elisabeth heiratete 1591 Herzog Johann Ernst von Sachsen-Eisenach (1566-1638), verstarb aber nach der Geburt ihres einzige Sohnes (*/† 1596).
 
Ihr Schwager war [[Georg_Ernst_(Henneberg-Schleusingen)|Georg Ernst von Henneberg-Schleusingen]] (1511-1583), der letzte regierende Graf der Gefürsteten [[Grafschaft Henneberg]], mit dem das [[Henneberg_(Adelsgeschlecht)|Geschlecht]] im Mannesstamm ausstarb.
 
Ihr Neffe [[Christian_(Braunschweig-Lüneburg)|Christians des Älteren]] (* 9. November 1566; † 8. November 1633) fungiert als ihr nächster Verwandter als ihr Testamentsvollstrecker.


== Leben ==
== Leben ==


Am 22. Juni 1562 wurde sie mit Graf Poppo XII. von Henneberg verheiratet.<ref>https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/OM5RHVNJVCVB4QOFEFI4PJT5GNEXDLUC?isThumbnailFiltered=false&query=Sophie%2Bvon%2BBraunschweig%2BL%C3%BCneburg%2BHenneberg&rows=20&offset=0&viewType=list&hitNumber=1 Niedersächsisches Landesarchiv, NLA HA, L 1, Nr. 628</ref> Graf Poppo war nach dem Übertritt zur evangelischen Konfession 1544 als Kanoniker in Bamberg aus dem geistlichen Stand ausgetreten und hatte 1546 Elisabeth von Brandenburg (1510-1558) geheiratet. Sie war die Witwe Herzog Erichs I. von Braunschweig-Calenberg und gleichzeitig Mutter der ersten Ehefrau seines Bruders Georg Ernst, Elisabeth von Braunschweig-Calenberg (1526-1566). Alle Ehen blieben kinderlos.
Am 22. Juni 1562 wurde sie mit Graf Poppo XII. von Henneberg verheiratet.<ref>https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/OM5RHVNJVCVB4QOFEFI4PJT5GNEXDLUC?isThumbnailFiltered=false&query=Sophie%2Bvon%2BBraunschweig%2BL%C3%BCneburg%2BHenneberg&rows=20&offset=0&viewType=list&hitNumber=1 Niedersächsisches Landesarchiv, NLA HA, L 1, Nr. 628</ref> Graf Poppo war nach dem Übertritt zur evangelischen Konfession 1544 als Kanoniker in Bamberg aus dem geistlichen Stand ausgetreten und hatte 1546 Elisabeth von Brandenburg (1510-1558) geheiratet. Sie war die Witwe Herzog Erichs I. von Braunschweig-Calenberg und gleichzeitig Mutter der ersten Ehefrau seines Bruders Georg Ernst, Elisabeth von Braunschweig-Calenberg (1526-1566).  
Nachdem Graf Poppo am 4. März 1574 in Schleusingen gestorben war erhielt sie das Amt [[Ilmenau]] als Wittum, lebte aber zeitlebens im Schloss Breitungen.
Ihre Ehe blieb kinderlos.
 
Nachdem Graf Poppo am 4. März 1574 in Schleusingen gestorben war erhielt sie das Amt [[Ilmenau]] als Wittum, lebte aber zeitlebens im Schloss Breitungen. Eine Wiederverheiratung lehnte sie ab.
 
Durch den Tod ihres Schwagers fiel die Grafschaft Henneberg gemäß den Vereinbarungen des [[Kahlaer Vertrag]] (1554) an die sächsischen Wettiner. Das Amt Ilmenau blieb ihr als Privatbesitz. Das Schloss Breitungen im Amt Herrenbreitungen wurde nun dagegen nach den Regelungen des [Kasimirischer Vertrag|Kasimirischen Vertrags]] (1521) Teil der [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]].  
Durch den Tod ihres Schwagers fiel die Grafschaft Henneberg gemäß den Vereinbarungen des [[Kahlaer Vertrag]] (1554) an die sächsischen Wettiner. Das Amt Ilmenau blieb ihr als Privatbesitz. Das Schloss Breitungen im Amt Herrenbreitungen wurde nun dagegen nach den Regelungen des [Kasimirischer Vertrag|Kasimirischen Vertrags]] (1521) Teil der [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]].  
In den Jahren 1603 und 1624 wurde die Stadt Ilmenau durch Stadtbrände schwer in Mitleidenschaft gezogen. Sophie gelang es nach 1603 noch durch Bittbriefe um Spenden bei ihrer Verwandtschaft den Wiederaufbau zu finanzieren. Zu den Folgen des zweiten Brandes 1624 kamen auch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges hinzu, durch die Stadt und Region weiter verwüstet wurden.
In den Jahren 1603 und 1624 wurde die Stadt Ilmenau durch Stadtbrände schwer in Mitleidenschaft gezogen. Sophie gelang es nach 1603 noch durch Bittbriefe um Spenden bei ihrer Verwandtschaft den Wiederaufbau zu finanzieren. Zu den Folgen des zweiten Brandes 1624 kamen auch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges hinzu, durch die Stadt und Region weiter verwüstet wurden.