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die Klaglieder Jeremia
Wider In hertzlichem gemuet
Nath seiner grossen Gnad vnd Guet¬
denn Er die Menschen nicht von hertzen
Betrubet, noch sie plagt mit schmertzen
Pas. 4. Capitel.
ein Klaglied, vbr hungers noth
vnd andern vnfall, darmit Gott
der Juden Sunde hat gestrafft
Sondelich aber der foschet hafft,
Vnd dise Sund höchlich depirt,
das fulsch Prscheen vnd PristerWird
Gleich wie der Habt vnd Bißhoff Jtzt
Auch thnn, vnd hart drauf sind erhitzt
die Rechten Prschennn verstossen,
Vnd Ihr vnschuldigs blut vergossen,
Vnd nicht gefolet habe Ihrer Lehr,
Sondern dieselb gedeßert sehr.
Mtter schriche Er, weil Sie nicht ehrten
die Prieste, vnd Sie nhur hart beschwerten
Auch mit den Etsten, ohn vnterscheidt
Obten gar kein Barmhertzigkeit
Drumb hie sie des Herrn Hern Zeistrmut,
Nochheutigs tage habens kein freund¬
Solchs alles stehen vns ahier
zum starcke Exempel, auf das wir
druber sollen bessern Vnser Leben
vnd Gottes wort nicht widerstreben
Wir Er den Eekomitern hie¬
drawet, das disen Kelch auch Sie¬
Messen trincken mit vberfluß
dieweil Sie gleichsfadß ohne Bueß
Iu gleichen Sunden teglich ligen,
Zudurch sich selbst am mennst betriegen,
Die da tahin das niedlicbst assen
verschmachten Sundt auff den Gaßen,
die vor In Stedten sindt mit Brod¬
Erzogen, ligen Itzt Im Koth¬
Das. 5. Capitel.
st ein Klaglied, gantz krnst gemeint,
In welchem der Prophet beweint,
Das Templ vnd alles so verheert,
Vnd das Vk also sey verzohrt
Mit hungr vnd Schwert, vnd mherern Plagen
die Sie haben mussen ertragen.
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