Reimbibel: Unterschied zwischen den Versionen

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* Stücke zu Esther  
* Stücke zu Esther  
* Stücke zu Daniel (darunter u.a. Der Gesang der drei Männer im Feuerofen und das Gebet Manasses)
* Stücke zu Daniel (darunter u.a. Der Gesang der drei Männer im Feuerofen und das Gebet Manasses)
Steuerlein widmete sein Werk dem Rat der Stadt Nürnberg, da er die Hoffnung hatte, dass die evangelische Reichstadt im Herzen Frankens über die Mittel verfügen würde sein Werk Drucken und ihm zur weiteren Verbreitung zu verhelfen. Entsprechend erwähnt er einerseits das Werk des Nürnbergers Veit Dietrichs (1505-1549), dessen Summarien zum Alten und Neuen Testament vielfach gedruckt wurden und dessen Texte Steuerlein auch in seiner Reimbibel gelegentlich als Grundlage verwendete (u.a. Jona). Andererseits macht er keineswegs unbescheiden auf das Beispiel eines anderen Nürnbergers, des Dichters Hans Sachs (1494-1576) aufmerksam. Es sei:
Steuerlein widmete sein Werk dem Rat der Stadt Nürnberg, da er die Hoffnung hatte, dass die evangelische Reichstadt im Herzen Frankens über die Mittel verfügen würde sein Werk Drucken und ihm zur weiteren Verbreitung zu verhelfen. Entsprechend erwähnt er einerseits das Werk des Nürnbergers [https://de.wikipedia.org/wiki/Veit_Dietrich Veit Dietrichs (1505-1549)], dessen Summarien zum Alten und Neuen Testament vielfach gedruckt wurden und dessen Texte Steuerlein auch in seiner Reimbibel gelegentlich als Grundlage verwendete (u.a. Jona). Andererseits macht er keineswegs unbescheiden auf das Beispiel eines anderen Nürnbergers, des Dichters [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Sachs Hans Sachs (1494-1576)] aufmerksam. Es sei:


: <i>auch <abbr>Mennigklich</abbr> <abbr>gnugsam</abbr> bekandtt, das Ewuern Ehrnvh: Hochw: Vorfahren Jm Regiment, es Alten Deutschen Poeten, Hanßen Sachsens, zu Nurnbergk, seligen, alle seine beruembtn Poemata, Geistliche Texte, vnd Weltlicher Materien, wie dieselbe hin vnd wider noch Jm Truck befundten werdten, mechttig sehr befördert, vnd demselben allerley großgünstige Hülffe vnd Vorschub gethan.</i>
: <i>auch <abbr>Mennigklich</abbr> <abbr>gnugsam</abbr> bekandtt, das Ewuern Ehrnvh: Hochw: Vorfahren Jm Regiment, des Alten Deutschen Poeten, Hanßen Sachsens, zu Nurnbergk, seligen, alle seine beruembtn Poemata, Geistliche Texte, vnd Weltlicher Materien, wie dieselbe hin vnd wider noch Jm Truck befundten werdten, mechttig sehr befördert, vnd demselben allerley großgünstige Hülffe vnd Vorschub gethan.</i>


Eine ebensolche gütige Förderung wünschte er entsprechend auch für sein Werk.
Eine ebensolche gütige Förderung wünschte er entsprechend auch für sein Werk.
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==Vorrede Polykarp Leyser (1552-1610)==
==Vorrede Polykarp Leyser (1552-1610)==


Johann Steuerlein schickte vermutlich im Jahr 1608 den ersten Band des Alten Testaments mit den Apokryphen gebunden an [https://de.wikipedia.org/wiki/Polykarp_Leyser_der_%C3%84ltere Polykarp Leyser den Älteren], Hofprediger in Dresden, mit der Bitte eine Vorrede dazu zu verfassen.  
Johann Steuerlein schickte vermutlich im Jahr 1608 den gebundenen Band des Alten Testaments und der Apokryphen an [https://de.wikipedia.org/wiki/Polykarp_Leyser_der_%C3%84ltere Polykarp Leyser den Älteren], Hofprediger in Dresden, mit der Bitte eine Vorrede dazu zu verfassen.  
Die Vorrede, in der Abschrift Steuerleins, trägt das Datum "16. Februar 1612". Allerdings ist Leyser bereits am 22. Februar 1610 in Dresden verstorben. Eine Bemerkung am Ende des 1611 von Steuerlein verfasstem Vorwort geht auf diese Diskrepanz ein:
Die Vorrede, in der Abschrift Steuerleins, trägt das Datum "16. Februar 1612". Allerdings ist Leyser bereits am 22. Februar 1610 in Dresden verstorben. Eine Bemerkung am Ende des am 1. Januar 1611 von Steuerlein verfasstem Vorwort geht auf diese Diskrepanz ein:


: <i>D. Policarpi Leysers Vorrede ist im Rechtn original das datum 16. Febr. 1609. hernacher aber ge[e]ndert 1612 gesezt worden.</i>
: <i>D. Policarpi Leysers Vorrede ist im Rechtn original das datum 16. Febr. 1609. hernacher aber ge[e]ndert 1612 gesezt worden.</i>


Wie im Vorwort erwähnt hatte Steuerlein das Gesamtwerk (also mit Neuem Testament) erst im Juni 1609 abgeschlossen, d.h. vier Monate nach dem laut dieser Anmerkung originalem Datum von Leysers Vorrede. Womöglich datierte Steuerlein, da er im Februar 1609 noch nicht sicher war, wann er sein Werk beendet haben würde, die Vorrede eigenmächtig voraus. Leyser starb allerdings in der Zwischenzeit und Steuerlein hatte seine Arbeit dennoch deutlich früher fertiggestellt, so dass die Nebenbemerkung am Ende des Vorwort nötig wurde um diese Diskrepanz zu erklären.  
Wie im Vorwort erzählt hatte Steuerlein das Gesamtwerk (also mit Neuem Testament) erst im Juni 1609 abgeschlossen, d.h. vier Monate nach dem laut dieser Anmerkung originalem Datum von Leysers Vorrede. Womöglich datierte Steuerlein, da er im Februar 1609 noch nicht sicher war, wann er sein Werk beendet haben würde, die Vorrede eigenmächtig voraus. Leyser starb allerdings in der Zwischenzeit und Steuerlein hatte seine Arbeit auch deutlich früher fertiggestellt, so dass die Nebenbemerkung am Ende des Vorwort nötig wurde um diese Diskrepanz zu erklären.  


Es ist nicht allerdings nicht klar, ob die Anmerkung von Steuerlein selbst stammt. Möglich ist, dass jemand, der Zugriff zum Original der Vorrede Leysers hatte (vermutlich einen Brief), diese Korrektur vornahm.
Es ist allerdings nicht klar, ob die Anmerkung von Steuerlein selbst stammt. Möglich ist, dass jemand, der Zugriff zum Original der Vorrede Leysers hatte (vermutlich einen Brief), diese Korrektur vornahm.


Policarp Leyser war wahrscheinlich die einflussreichste Persönlichkeit des Luthertums in Sachsen, da er als Generalsuperintendent des Sächsischen Kurkreises die Rolle einer Art "Landesbischof" einnahm. Er  unterstützte Steuerleins Unternehmung, und argumentierte in seiner Vorrede mit einem Verweis auf <i>Kolosser</i>, Kap. 3, Vers 16:
Policarp Leyser war wahrscheinlich die einflussreichste Persönlichkeit des Luthertums in Sachsen, da er als Generalsuperintendent des Sächsischen Kurkreises die Rolle einer Art "Landesbischof" einnahm. Er  unterstützte Steuerleins Unternehmung, und argumentierte in seiner Vorrede mit einem Verweis auf <i>Kolosser</i>, Kap. 3, Vers 16: