Die Handschriften in der Herzog August Bibiliothek Wolfenbüttel: Unterschied zwischen den Versionen

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: * <b>Cod. Guelf. 188. Helmst.</b> Pap. 31 1/2 X 21 cm. 757 Bll.<ref>Die Blattzählung ist fehlerhaft, da sie lediglich die von Steuerlein paginierten Seiten des eigentlichen Bibeltextes zählt. Vorworte, Widmungsgedichte und Inhaltsverzeichnisse sind ohne Seitennummern.</ref> 17. Jahrh.<br/> Biblia, d. i. die gantze heylige Schrifft in einfeltige, aber dem Text gemässe deutsche Rheymen gebracht durch Johann Steuerlein den Älteren, publicum notarium et poetam laureatum, d. Z. chur- und fürstl. Sächsischen Schultheissen zu Meiningen. 1611. Mit einer Vorrede [https://de.wikipedia.org/wiki/Polykarp_Leyser_der_%C3%84ltere Polycarpi Leysers] d. d. Dresden, 1612. Febr. 16.<ref>Laut einer Bemerkung am Ende von Steuerleins Vorwort lautet das originale Datum von Polycarp Leysers Vorrede "16. Febr. 1609". Leyser starb bereits 1610. Siehe dazu [https://steuerlein-reimbibel.eu/index.php?title=Reimbibel#Vorrede_Polycarp_Leyser_(1552-1610) hier]</ref><br/> Enthält das Alte Testament<br/> Prov. u. Gesch.: —<br/> Ebd.: Halbpergamentband.
: * <b>Cod. Guelf. 188. Helmst.</b> Pap. 31 1/2 X 21 cm. 757 Bll.<ref>Die Blattzählung ist fehlerhaft, da sie lediglich die von Steuerlein paginierten Seiten des eigentlichen Bibeltextes zählt. Vorworte, Widmungsgedichte und Inhaltsverzeichnisse sind ohne Seitennummern.</ref> 17. Jahrh.<br/> Biblia, d. i. die gantze heylige Schrifft in einfeltige, aber dem Text gemässe deutsche Rheymen gebracht durch Johann Steuerlein den Älteren, publicum notarium et poetam laureatum, d. Z. chur- und fürstl. Sächsischen Schultheissen zu Meiningen. 1611. Mit einer Vorrede [https://de.wikipedia.org/wiki/Polykarp_Leyser_der_%C3%84ltere Polycarpi Leysers] d. d. Dresden, 1612. Febr. 16.<ref>Laut einer Bemerkung am Ende von Steuerleins Vorwort lautet das originale Datum von Polycarp Leysers Vorrede "16. Febr. 1609". Leyser starb bereits 1610. Siehe dazu [https://steuerlein-reimbibel.eu/index.php?title=Reimbibel#Vorrede_Polycarp_Leyser_(1552-1610) hier]</ref><br/> Enthält das Alte Testament<br/> Prov. u. Gesch.: —<br/> Ebd.: Halbpergamentband.


: * <b>Cod. Guelf. 189. Helmst.</b> Pap. 31 3/4 X 19 cm. 191 Bll.<ref>Die Blattzählung ist auch hier fehlerhaft (siehe Anmerkung 2).</ref> 17. Jahrh.<br/> Das Newe Testament, in einfeltige, doch dem Text gemässe deutsche Rheymen gebracht durch Joh. Steuerlein d. Ä., publicum notarium etc., d. Z. Schultheissen zu Meiningen. 1610.<ref>Die Datierung "1610" für den zweiten Band ist falsch. Tatsächlich datiert auch dieser auf das Jahr 1611. Das Achrostichon, in dem sich die Zahl versteckt lautet: "DoMInI IesV ChrIstI nostrI:" (MDCVIIIIII 1000 + 500 + 100 + 5 + 6x1 = 1611). Heinemann hat anscheinend das letzte "I" in "nostrI" übersehen.</ref><br/> Prov. u. Gesch.: —<br/> Ebd.: Wie 215.
: * <b>Cod. Guelf. 189. Helmst.</b> Pap. 31 3/4 X 19 cm. 191 Bll.<ref>Die Blattzählung ist auch hier fehlerhaft (siehe Anmerkung 2).</ref> 17. Jahrh.<br/> Das Newe Testament, in einfeltige, doch dem Text gemässe deutsche Rheymen gebracht durch Joh. Steuerlein d. Ä., publicum notarium etc., d. Z. Schultheissen zu Meiningen. 1610.<ref>Die Datierung "1610" für den zweiten Band ist falsch. Tatsächlich datiert auch dieser auf das Jahr 1611. Das Achrostichon, in dem sich die Zahl versteckt lautet: "DoMInI IesV ChrIstI nostrI:" (MDCVIIIIII 1000 + 500 + 100 + 5 + 6x1 = 1611). Heinemann hat anscheinend das letzte "I" in "nostrI" übersehen.</ref><br/> Prov. u. Gesch.: —<br/> Ebd.: Wie 215.<ref>Quelle: [https://archive.org/details/diehandschrifte00biblgoog/page/n200/mode/2up Digitalisat auf archive.org]</ref>
 
   
   
Quelle: [https://archive.org/details/diehandschrifte00biblgoog/page/n200/mode/2up Digitalisat auf archive.org]


Noch ist unklar, wann die beiden Steuerlein Handschriften zum Helmstedter Bestand hinzugefügt wurde. Bekannt ist, dass Johann Steuerleins Sohn Christoph, Kirchenprobst in Meiningen (+1629), sie im Oktober 1627 an den Rat der Stadt Nürnberg schickte, der sie allerdings im März 1628 ungedruckt (mit einem Geldgeschenk) nach Meiningen zurückschickte.<ref>Franz von Soden: "Kriegs- und Sittengeschichte der Reichsstadt Nürnberg, vom Ende des sechzehnten Jahrhunderts bis 1631" (Erlangen (1861), Band 2, S. 391).</ref> Sie tauchen offenbar noch nicht in dem (laut Heinemann allerdings lückenhaften) Verzeichnis von Christoph Schrader (1644) auf (siehe: [https://diglib.hab.de/?db=mss&list=ms&id=27-2-aug-2f&catalog=Heinemann "Catalogus librorum manu scriptorum olim in academia Helmstadiensi ..."] (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2° (Heinemann-Nr. 2264))). Allerdings ist es denkbar, dass sie noch vor den für Thüringen verheerenden Zerstörungen der 1630er und 1640er Jahre (Dreißigjähriger Krieg) an die Universität Helmstedt kamen, nachdem sich die Veröffentlichungsabsicht in Nürnberg zerschlagen hatte.  
Noch ist unklar, wann die beiden Steuerlein Handschriften zum Helmstedter Bestand hinzugefügt wurde. Bekannt ist, dass Johann Steuerleins Sohn Christoph, Kirchenprobst in Meiningen (+1629), sie im Oktober 1627 an den Rat der Stadt Nürnberg schickte, der sie allerdings im März 1628 ungedruckt (mit einem Geldgeschenk) nach Meiningen zurückschickte.<ref>Franz von Soden: "Kriegs- und Sittengeschichte der Reichsstadt Nürnberg, vom Ende des sechzehnten Jahrhunderts bis 1631" (Erlangen (1861), Band 2, S. 391).</ref> Sie tauchen offenbar noch nicht in dem (laut Heinemann allerdings lückenhaften) Verzeichnis von Christoph Schrader (1644) auf (siehe: [https://diglib.hab.de/?db=mss&list=ms&id=27-2-aug-2f&catalog=Heinemann "Catalogus librorum manu scriptorum olim in academia Helmstadiensi ..."] (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2° (Heinemann-Nr. 2264))). Allerdings ist es denkbar, dass sie noch vor den für Thüringen verheerenden Zerstörungen der 1630er und 1640er Jahre (Dreißigjähriger Krieg) an die Universität Helmstedt kamen, nachdem sich die Veröffentlichungsabsicht in Nürnberg zerschlagen hatte.