Geschichte der Reimbibeln: Unterschied zwischen den Versionen

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==Reimen nach Luther - Kapitel- und Perikopenepigramme==
==Gereimte "Bibeln" nach Luther: Summarien, Kapitel- und Perikopenepigramme==


Im Zuge der Verfügbarkeit von (gedruckten) Übertragungen in die Volkssprache, insbesondere auch im Zuge der Reformation, verlor sich das Motiv der Übersetzung. Was blieb war das pädagogische Motiv, biblische Texte erinnerbar und verständlich zu machen. Zum einen wurden die Leseabschnitte der Bibel für die Sonn- und Festtage wurde in kurzen zwei- oder vierzeiligen Paraphrasen zusammengefasst, zum anderen wurden die einzelnen Kapitel der biblischen Bücher ebenfalls in kurze Memorierverse gebracht. Letzteres richtete sich v.a. an Theologen, ersteres an Laien.
Im Zuge der Verfügbarkeit von (gedruckten) Übertragungen in die Volkssprache, insbesondere im Zuge der Reformation, verlor sich das antreibende Motiv der Übersetzung. Was blieb war das pädagogische Element, biblische Texte erinnerbar und verständlich zu machen. Zu Unterscheiden ist dabei zwischen:
a) Summarien (Zusammenfassungen), die sehr frei den Inhalt der biblischen Erzählung wiedergeben und als Andachtsbüchlein dienen.
b) Epigramme über Kapitel der biblischen Bücher, die deren Inhalte zusammenfassen.
c) Perikopenepigramme, bei denen sich die Verfasser an den Leseabschnitten der Bibel für die Sonn- und Festtage orientieren, und darüber Reimverse dichten.


Es seien hier einige Werke und ihre Besonderheiten aufgezählt:
Es seien hier einige Werke aus dem 16. Jahrhundert und ihre Merkmale vorgestellt.


* Joachim Greff (1510-1552) und Johann Bugenhagen (1485-1558)
* Joachim Greff (1510-1552) und Johann Bugenhagen (1485-1558)
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: [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN843619724&PHYSID=PHYS_0005&DMDID= Digitalisat]
: [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN843619724&PHYSID=PHYS_0005&DMDID= Digitalisat]


Corners Werk ist lediglich eine kurze summarische Nacherzählung der Bibel, wobei er sich auf die "Historia" beschränkt (also unter expliziter Auslassung der Weisheitsliteratur (Psalter, Sprüche, Prediger etc.). Eine Einteilung in Kapitel und Verse erübrigt sich auch aufgrund der Kürze des Werkes (abgesehen von Randnoten). Im Falle des Neuen Testaments ähnelt es einer Evangelienharmonie, insofern es die (Kurz)Biographie Jesu aus allen vier Evangelien auf drei Teile verteilt kurz zusammenfasst:
Corners Werk ist lediglich eine gereimte summarische Nacherzählung der Bibel, wobei er sich auf die "Historia" beschränkt (unter Auslassung der Weisheitsliteratur (Psalter, Sprüche, Prediger etc.)). Eine Einteilung in Kapitel und Verse erübrigt sich auch aufgrund der Kürze des Werkes. Im Falle des Neuen Testaments bietet es eine (Kurz)Biographie Jesu aus allen vier Evangelien, die in drei Teile gefasst ist:


: 1. Historia aus dem Nawen Testament/ nach den vier Evangelisten.
: 1. Historia aus dem Nawen Testament/ nach den vier Evangelisten.
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: [https://play.google.com/books/reader?id=4ldZCID5OkYC&pg=GBS.PP2&hl=de Digitalisat]
: [https://play.google.com/books/reader?id=4ldZCID5OkYC&pg=GBS.PP2&hl=de Digitalisat]


Paludanus entspricht dem Stil von Helmbolds "Monosticha" insofern er für jedes Kapitel genau einen Vers dichtet. Als Beispiel die Kapitel 7 bis 10 des Lukasevangeliums:
Paludanus entspricht dem Stil von Ludwig Helmbolds "Monosticha", insofern er für jedes Kapitel genau einen Vers dichtet. Als Beispiel die Kapitel 7 bis 10 des Lukasevangeliums:


: <i>7 Der Hauptmann glaubt / der Todt auffsteht.
: <i>7 Der Hauptmann glaubt / der Todt auffsteht.