Geschichte der Reimbibeln: Unterschied zwischen den Versionen
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Das „Achtliederbuch“ („Etlich Cristlich lider / Lobgesang und Psalm“, Wittenberg (eigentl. Nürnberg), 1524. Enthält mit „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“ (nach Psalm 12), „Es spricht der Unweisen Mund wohl“ (nach Psalm 14) und „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ (nach Psalm 130), enthielt drei Psalmenlieder Luthers. | Das „Achtliederbuch“ („Etlich Cristlich lider / Lobgesang und Psalm“, Wittenberg (eigentl. Nürnberg), 1524. Enthält mit „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“ (nach Psalm 12), „Es spricht der Unweisen Mund wohl“ (nach Psalm 14) und „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ (nach Psalm 130), enthielt drei Psalmenlieder Luthers. | ||
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| | |<b>Erfurter „Enchiridion“ (1524)</b> | ||
|<b>Lutherbibel (1545)</b> | |||
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| „Aus tieffer not schrey ich zu dir / | |||
| AVs der tieffen / Ruffe ich HERR zu dir. | | AVs der tieffen / Ruffe ich HERR zu dir. | ||
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| | | herr Gott erhör mein ruffen. Dein gnedig oren ker zu mir / vnd meyner bit sye offen. | ||
|HErr höre meine stimme / Las deine Ohren mercken auff die stimme meines flehens. | |HErr höre meine stimme / Las deine Ohren mercken auff die stimme meines flehens. | ||
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| | | Den so du wilt das sehen an / wie manche sund ich hab gethan. | ||
|So du wilt HErr sünde zu rechen? | |So du wilt HErr sünde zu rechen? | ||
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| | | Wer kann herr fur dir bleiben | ||
|HErr / Wer wird bestehen? | |HErr / Wer wird bestehen? | ||
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Verreimungen der Psalmen in der Volkssprache waren bereits im Mittelalter populär. Ab der Reformation bekamen solche Übertragungen/Übersetzung jedoch eine hervorgehobene Bedeutung für den Gemeindegesang im Gottesdienst. Der <i>Genfer Psalter</i> (franz. <i>Psautier de Genève</i>) mit seiner lyrischen Übersetzung der Psalmen durch Clément Marot (1496–1544) wurde als exkusives gottesdienstliches Gesangbuch der reformierten Tradition durch Johannes Calvin eingeführt. Im Gegensatz zu Luthers Dichtungen und denen andere lutherische Dichter und Bearbeiter, durfte der biblische Text dabei allerdings weder verkürzt noch erweitert werden. In einer Übersetzung durch Ambrosius Lobwasser (erschienen 1573 als <i>Der Psalter des königlichen Propheten David</i>) kam er auch im Deutschen Sprachraum in Gebrauch. | Verreimungen der Psalmen in der Volkssprache waren bereits im Mittelalter populär. Ab der Reformation bekamen solche Übertragungen/Übersetzung jedoch eine hervorgehobene Bedeutung für den Gemeindegesang im Gottesdienst. Der <i>Genfer Psalter</i> (franz. <i>Psautier de Genève</i>) mit seiner lyrischen Übersetzung der Psalmen durch Clément Marot (1496–1544) wurde als exkusives gottesdienstliches Gesangbuch der reformierten Tradition durch Johannes Calvin eingeführt. Im Gegensatz zu Luthers Dichtungen und denen andere lutherische Dichter und Bearbeiter, durfte der biblische Text dabei allerdings weder verkürzt noch erweitert werden. In einer Übersetzung durch Ambrosius Lobwasser (erschienen 1573 als <i>Der Psalter des königlichen Propheten David</i>) kam er auch im Deutschen Sprachraum in Gebrauch. | ||