188 helmst 0564v

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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

Der Prephet Hesekiel.
Vnd hab den Eydt gehalten nicht
damit Er sich steif hatt verpflicht
Soll Er gefangen werdten drumb
Vnd Jemmerlichen kohmen vmb¬
dann Gott wil, das man Burgrlich Eyd
Vnd Glubdt soll hodten dlezeit,
Vnd nicht verachtten, noch sie brechen,
Gott wilß zeitlich vnd ewig reehen.
Er vnnheißet aber deßgleich
Am Endte, mit dem Cedern Zweig,
Welche Er auf den Berg Iseuel
Nemlich Christi Reich.) pflantzen cufl¬
Christus ist derselbig zweig,
den
Vnter welchs Schatten vnd Schutz so reich
Alle Menschen auf diser Erdten,
Gnedig müßen erhadten werdten,
Wider den Teuffel, Todt vnd Helle
Beedes am Leib vnd an der Seel.
Dat. 18. Caprtel.
de
in herrlich Predigt ists Im Bschlilß,
In welcher Gott vermahnt zur Bueß,
33 Auffserst, verheist Er Gnaden voll,
Niemandt frembdter Sund entgeldten soll
Sondern Jederman, Jung vnd Alt¬
31
Nachdem Ers veedient, werdten bzalt¬
11 Wer Böses thut, soll böß empfangen,
Wer guts thut, soll gute Ehn erlangen.
Doch adso, das da für vnd für¬
dem Sunder allweg soll die Thuer
Offen stehn, wenn Er sich erkendt
11
Von Hertzen vom Rösen abwendt
Sein leben bessert, vnd wird frumb,
1
das Ihne Gott cühll widerumb
Bern auf, vnd annheman zu gnaden
9
das Ihm kein Sund fort mher sole schaden.
Solche Verheissung schleusst In sich
17
des Neinen Testments Bund töstlich
1 Das Gott vmb Christi willn, die all
freundlich zu gnadn annhemen wall,
1 Ob sich begern zubessern fein
Vnd lassen Ihnen Ihr Sund leid sein.
Denn wo Christus nicht Ist, furwar,
Da ist kein Mittel gantz vnd gur¬
3 Dardurch man Köndt vnnd hoffn, vnd haben
Noch Vergebungs der Sunden Gaben.
G

01154.jpg

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