Der Prediger Salomo¬
Wenn ein Eysen stumpf wirdt zu Zeiten,
vnd bleibt vngschlieffen an der Schneiden
Muß mans scherffn mit Macht, Gleicher weib
Also auch folgt weißheit dem Fleiß,
Ein wescher, der sein wil ohn zwang,
Ist nichts besser, denn eine Schlang,
Ddie vnbeschworn sticht vnd Verwundt¬
Die Grott aus eines Weysen Mundt¬
Sindt Hodselig, Abe, des Narrn Singen
vnd Lippen, denselben verschlingen.
Der Anfang seiner Wortt sbaldt
Ist Narnheit, vnd hat kein gestadt,
vnds vndt ist schedtliche Thorheit
Man nimpt kein Eehr draus noh Bescheidt
Ein Narr macht viel wort, ohn gedancken,
denn der Menschweiß nicht, durch solch wancken,
was es gewesen ist, vnd wer¬
wil Ihm sagen, was nach Ihm mher
wirdt werdten? Die Erbeitt der Narren
wirdt Ihnen saur, thut Sie sehr sparten,
weil man nicht weis, durch rechten pfat¬
Zienein zugehen In die Stadt¬
Wehr dir Landt, do sichs befindt,
das dessen König ist ein Kindt,
vnd deßen Funsten essen fune¬
Gleich mie das Vieh, Pferdt, Ochsse vnd Rüeh¬
Wol die Landt, Itze vnd Jede fuct,
dessen König reht Edel ist,
Vnd dessen Fursten vnvermessen
zu rechter Zeit Ihr Modzeit eßen,
Zur Stencke vnd zur Lufte Nicht¬
Wie man biß wedn doch hirvff dicht
(Denn durch Faulheit die Balcken stincken,
vnd durch hinläßig Handt muß sincken¬
Das hauß, das es sehr trieffendt wirdt,
wie die Erfarung es docirt.
das macht, Sie machen Brodt zum Lachen,
Vnd muß der wein zu disen Sachen
Die Lebendigen hoch erfreuen
Vnd Ihnen muß Cohn alles scheiuen.)
Das Geldt alles zuwegen bringen
In keinem Stück Ihnen mißlingen.
fluch nicht dem König zu deym hertzen,
furwar es bringt die grossen schmertzen,
Vnd fluch dem Reichen nicht, Claß nach¬
In deiner Schlafkamer, Ich sag¬