Matthäus 15: Unterschied zwischen den Versionen

Die Seite wurde neu angelegt: „{{Korrektur}} Zurück zur Kapitelübersicht ⇦ Capitel 14 [] {| class="hintergrundfarbe2" ; class="wikitable toptextcells"; class="hintergrundfarbe2"; <div style="text-align:center;">; | :: <b>Das 15. Capitel.</b></div> |} {| class="hintergrundfarbe2" ; class="wikitable toptextcells"; class="hintergrundfarbe2"; :::: ☘ <br/> []<br/> <br/> :::: ☘ :::: ☘ <br/> []<br/> <br/> :::: ☘ <br/> []<br/> <br/> |} …“
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 4: Zeile 4:
[[Matthäus 14|⇦ Capitel 14]]
[[Matthäus 14|⇦ Capitel 14]]


[]
[20r]


{| class="hintergrundfarbe2" ; class="wikitable toptextcells"; class="hintergrundfarbe2"; <div style="text-align:center;">;
{| class="hintergrundfarbe2" ; class="wikitable toptextcells"; class="hintergrundfarbe2"; <div style="text-align:center;">;
Zeile 11: Zeile 11:
|}
|}
{| class="hintergrundfarbe2" ; class="wikitable toptextcells"; class="hintergrundfarbe2";
{| class="hintergrundfarbe2" ; class="wikitable toptextcells"; class="hintergrundfarbe2";
<sup>1</sup>Die Schrifftgelerten zu Jhm kahmen,
: Theilß Phariseer zu sich nahmen,
Vnd sprachen: <sup>2</sup>Warumb vbertretten,
: (Vnd Sie auch Ander vberredten)
Doch deine Jünger, mit Geschwetz,
: Der Eltesten Breuch vndt Auffsetz? {{#info-tooltip: Aufsatz - gesetzliche Regelung; menschliche Satzung}}
Sie waschen Jhre Hendte nicht,
: Wenn Sie Brod essn, vnß gib bericht.
<sup>3</sup>Er antwortt, vnd zu Jhnen sprach:
: Warvmb vbertrettett (Jch frag)
Denn Jhr, Gottes des Herrn Gebott,
: Vmb ewer Aufsetz willn, mit spott. {{#info-tooltip: Aufsatz - gesetzliche Regelung; menschliche Satzung }}
<sup>4</sup>Gott hat gebottn, (Jhr thuts verkehren)
: Du solt Vatter vnd Mutter ehren.
Wer aber Vattr vnd Mutter fluchtt,
: Der soll des Tods sterbn, ist verrucht.
<sup>5</sup>Aber, Jhr lehret falsch erdicht,
: Wer zum Vattr oder Mutter spricht,
(Wenn Jch es oppfere zur frist,
: Eß dir allweg viel nützer ist)
Der thut wol, <sup>6</sup>damit es geschicht,
: Das Niemand hinfurt, (Christus spricht)
Seyn Vatter oder Mutter ehrt,
: Vnd habt also die Lehr verkehrt,
Vnd aufgehoben Gotts Gebott,
: Vmb ewr Aufsätz willn, ohne noth. {{#info-tooltip: Aufsatz - gesetzliche Regelung; menschliche Satzung }}
<sup>7</sup>Jhr Heuchlr Jn Wortten vnd der That,
: Wol Jesaias von Euch hat
Geweißaget, vnd also gesprochen:
: (Der Ewer Blind hertz wol gerochen)
<sup>8</sup>Diß Volck nahet sich zu Mir her,
: Mit seinem Mund, vnd ehrt mich sehr
Mit seinen Lippen, falscher Zier,
: Aber, Jhr Hertz ist fern von Mir.
<br/>
[20v]<br/>
<br/>
<sup>9</sup>Aber vergeblich Sie mir dienen,
: Dieweil Sie lehren, nach Jhrn Sinnen,
Solche Lehre, die wider Gott
: Vnd nichts sindt, denn Menschen Gebott.
:::: ☘
<sup>11</sup>Was zum Mund eingeht, Jhesus spricht,
: Vervnreinigt den Menschen nicht,
Sondern, was ausgehet zum Mundt
: Vervnreinget den Menschn Jm grundt.


:::: ☘
:::: ☘


<br/>
<sup><i>14</i></sup>Wenn ein Blinder den Andern leytt,
[]<br/>
: Sie Jn die Gruben fallen beidt.
<br/>


:::: ☘
:::: ☘
Jhesus Jhnen die Gleichnis deutt,
: Vnd sprach: Jhr seidt Vnmercksam Leut,
<sup><i>17</i></sup>Das alles, was zum Mund geht ein,
: Das gehet Jn den Bauch hienein,
Vnd ausgeworffen wird, ohn zwang,
: Durch seinen Naturlichen Gang.
<sup>18</sup>Was aber zum Mund heraus geht,
: Das kömpt aus dem Hertzen, (versteht)
Vnd das macht den Menschen vnrein.
: <sup>19</sup>Dann es kohmn aus des Hertzens Schrein,
Arge gedancken, Mord, Ehbruch,
: Hurerey, Dieberey, Vnfug,
Falsche Gezeugnis, Lesterung, {{#info-tooltip: Gezeugnis - Aussage }}
: <sup>20</sup>Das sindt die Stück zur Vnreynung
Des Menschens, aber, hingesessen,
: Vnd mit Vngwaschnen Händen essen,
Vervnreingt den Menschen nicht,
: Vergebens Euch die Sorg anficht.


:::: ☘
:::: ☘
<sup><i>22</i></sup>Vnd Siehe, es schreyh Jhm sehr nach,
: Ein Cananeisch Weib, vnd sprach:
Ach Herr, Ach Herr, Du Sohn Dauid,
: Erbarm dich mein, Erhör mein Bitt,
Eß wirdt mein Tochter tag vnd nacht,
: Vom Teufel sehr v̈bel geplagt,
<sup>23</sup>Vnd Er antworttet Jhr kein Wortt,
: Sondern, Er seines pfats ging fort.
Sein Jünger aber zu Jhm traten,
: Herr, Laß sie doch von dir sie baten,
Denn Sie vns hefftig schreyhet nach.
: <sup>24</sup>Er antworttet aber, vnd sprach:


<br/>
<br/>
[]<br/>
[21r]<br/>
<br/>
<br/>
Jch bin nicht gsandt zu Jedes Thüer,
: Denn zun verlornen Schafen nhür
Von des Hauses Jsrael Schar.
: <sup><i>25</i></sup>Sie fiel vor Jhm nider aldar, {{#info-tooltip: aldar - da, dort }}
Vnd sprach: Herr hilff Mir, hör mein klag.
: <sup>26</sup>Aber, Er antworttet, vnd sprach:
Es ist nicht fein, Jst Sünd fur Gott,
: Das man den Kindern nhem Jhr Brod,
Vnd werff es fur die Hund zur Erdt.
: <sup>27</sup>Sie sprach: Ja Herr, Hör vnbeschwert,
Aber, die Hündlein essen auch
: Von Brosamen, nach Jhrm gebrauch, {{#info-tooltip: Brosamen - Krümel }}
Die von Jhrer Herrn Tische fallen,
: <sup>28</sup>Jhesus antworttet fur Jhn allen,
Vnd sprach zu Jhr: O Weib, nicht blos
: Jst dein Glaub, sondern trefflich gros.
Dir gschehe, wie du wilt. Zur stundt
: Ward Jhre Tochter frisch vnd gsundt.
<sup>29</sup>Vnd Jhesus ging von dann̅ daher,
: Vnd kam anß Galileisch Meer,
Ging auf eynn Berg, Satzt sich alda. {{#info-tooltip: allda - da, ebenda}}
: <sup>30</sup>Viel Volcks kam von fernen vnd nah,
Die hatten mit sich, Lamen, Blinden,
: Stummen, Krüpler, vorn, mittn vnd hindten,
Vnd viel Ander, aus Stedtn vnd Dorffen,
: Sie Jhesu fur die Füesse worffen,
Vnd Er heidt Sie gar krefftigklich,
: <sup><i>31</i></sup>Darob das Volck verwundert sich.


:::: ☘
:::: ☘
<sup>32</sup>Jhesus rief sein Jünger zu sich,
: Vnd sprach: Des Volcks sehr Jammert mich,
Denn Sie nhu wol drey Tag bey Mir
: Beharrn, habn Nichts zuessen hier,
Vnd Jch wil Sie nicht Jhre Strassen
: Vngeßen von Mir wandern lassen, {{#info-tooltip: ungessen - hungrig, schwach }}
Das Sie nicht auf dem Weg verschmachten.
: Die Junger zweiflhafft Rechnung machten,
Dann Sie hatten nhür Sieben Brod,
: Vnd ein wenig Fischlein zur noth.
<sup>35</sup>Vnd Er hies das Volck lagern sich
: Auf die Erdten (scheint vnmüglich)
<sup>36</sup>Vnd nahm die Sieben Brod hernach,
: Vnd die Fischlein, dancket, Sie brach,
Vnd gab Sie seinen Jüngern hin,
: Die Junger, Sie, nach gutem sinn


<br/>
<br/>
[]<br/>
[21v]<br/>
<br/>
<br/>


 
Dem Volck gaben. <sup>37</sup>Sie alle aßen,
: Vnd worden satt gnügiger maßen,
Was vberbleib von Brocken, wol
: Aufhuben, Sieben Körbe vol.
<sup>38</sup>Die gessen hatten, derer war
: Vier Tausent Mann, ein grosse Schar,
Weiber vnd Kinder ausgenhommen,
: Die allsampt warn zu Jhesu kohmmen,
<sup>39</sup>Vnd da Er das Volck von sich hatt
: Gelaßen, Jn ein Schieff Er tratt,
Vnd kam Jn die Grentz Magdala,
: Wer seiner Hülff begert, wars Ja.
|}
|}


[[Matthäus 16|⇨ Capitel 16]]
[[Matthäus 16|⇨ Capitel 16]]