Druckedition: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Jesus Sirach und Teile aus dem Psalter (Psalm 23 und 54) und den Sprüchen (<i>Tischgebetlein</i> aus Kap. 30) erschienen bereits zu Steuerleins Lebzeiten im Druck. Der Vergleich von Drucken und Handschriften liefert Informationen über die (Un)verbindlichkeit der damaligen Orthographie, die für die Editionsrichtlinien Berücksichtigung findet:
Jesus Sirach und Teile aus dem Psalter (Psalm 23 und 54) und den Sprüchen (<i>Tischgebetlein</i> aus Kap. 30) erschienen bereits zu Steuerleins Lebzeiten im Druck. Der Vergleich von Drucken und Handschriften liefert Informationen über die (Un)verbindlichkeit der damaligen Orthographie, die für die Editionsrichtlinien Berücksichtigung findet:
*Im Druck von 1581 wird i.d.R. "ihm, ihn, ihr, ihre" etc. mit kleinen "j" und ohne h geschrieben: "jm" (im Gegensatz zum in/im). In Steuerleins Abschrift von Jesus Syrach findet sich dagegen immer Großschreibung, wobei die Unterscheidung zwischen Pronomen ihm/ihn und Präpositionen im/in durch Dehnungs-h geschieht (also: Jhm/Jhn und Jn/Jm). Hier kann in der Edition ohne weiteres zur neuhochdeutschen Orthographie modernisiert werden.
*Im Druck von 1581 wird i.d.R. "ihm, ihn, ihr, ihre" etc. mit kleinen "j" und ohne h geschrieben: "jm", "jn" (im Gegensatz zu "in", "im"). In Steuerleins Abschrift von Jesus Syrach findet sich dagegen immer Großschreibung, wobei die Unterscheidung zwischen den Pronomen "ihm/ihn" und Präpositionen im/in durch Dehnungs-h geschieht (also: "Jhm/Jhn" und "Jn/Jm"). Hier wird in der Edition ohne weiteres zur neuhochdeutschen Orthographie modernisiert.
*Der Wechsel von v zu u (z.B. "zuuor", "Dauid", "Leui") wird aus optischen und lautlichen Gründen modernisiert. Unverändert bleibt dagegen der umgekehrte Fall (z.B. "Vnd", "v̈ber").  
*Der Gebrauch der Grapheme "v" und "u" (am Wortanfang v, im Wortinneren u) z.B. "vnd", "vnfug", "zuuor") wird bei Namen ("Dauid", "Leui" (siehe Liste)) aus optischen Gründen modernisiert.
*Im Druck von 1581 findet sich gegenüber der Handschrift die Formen "Frauw", "Schauw", "Thauw", "treuwlich" (hands.: Fraw, Schaw, Taw, trewlich). Wo "w" für "u" gebraucht wird, haben wir dies modernisiert (Frau, Schau, Tau, treulich).
*Im Druck von 1581 findet sich gegenüber der Handschrift die Formen "Frauw", "Schauw", "Thauw", "treuwlich" (hands.: Fraw, Schaw, Taw, trewlich). Der Drucker fügte vor das intervokalische "w" als Lesehilfe ein "u" ein. Steuerlein hat in seiner Abschrift an einigen Stellen ebenfalls "w" durch "u" ersetzt. Für die Edition wurde die Ortographie (also "w" für "u") beibehalten, sofern sie nicht missverständlich ist.
*Im Druck gibt es kein Trema-y (ÿ), da dies Glyphe dem Drucker ggf. nicht zur Verfügung stand. In den Fällen, wo das "y" keinen lautlichen Unterschied kennzeichnet, wurde auf die Wiedergabe in der Transkription verzichtet.
*Im Druck gibt es kein Trema-y (ÿ), da diese Glyphe dem Drucker ggf. nicht zur Verfügung stand. In den allermeisten Fällen, wo das "y" keinen lautlichen Unterschied kennzeichnet, wurde auf die Wiedergabe in der Transkription verzichtet.
*Dehnungs-h wurde nur dort modernisiert, wo der Gebrauch moderne Leser irritiert (z.B. handschriftliche Form "Jhesus" (siehe dagegen "<b>Jesus</b> Syrach" sowohl in der Handschrift als auch im Druck (1581)).
*Dehnungs-h wurde nur dort modernisiert, wo der Gebrauch moderne Leser irritiert (z.B. handschriftliche Form "Jhesus" (siehe dagegen "<b>Jesus</b> Syrach" sowohl in der Handschrift als auch im Druck (1581)).

Version vom 14. September 2026, 17:24 Uhr

Mitmacher gesucht!

Die Druckedition von Steuerleins Reimbibel erscheint in 6 Abteilungen und 10 Bänden:

1. Band, I. Abteilung – Fünf Bücher Mose

2. Band, II. Abteilung – Geschichtsbücher, Teilband 1: Josua bis 2 Samuel

3. Band, II. Abteilung – Geschichtsbücher, Teilband 2: 1 Könige bis Ester

4. Band, III. Abteilung – Weisheits- und Lehrbücher, Teilband 1: Hiob, Sprüche, Prediger, Hoheslied

5. Band, III. Abteilung – Weisheits- und Lehrbücher, Teilband 2: Psalter

6. Band, IV. Abteilung – Propheten

7. Band, V. Abteilung – Apokryphen, Teilband 1: Judit, Weisheit, Tobit, Baruch, Makkabäer, Zusätze zu Ester und Daniel, Gebet Manasses

8. Band, V. Abteilung – Apokryphen, Teilband 2: Jesus Sirach

9. Band, VI. Abteilung – Neues Testament, Teilband 1: Vier Evangelien

10. Band, VI. Abteilung – Neues Testament, Teilband 2: Apostelgeschichte, Briefe, Offenbarung

Jesus Sirach und Teile aus dem Psalter (Psalm 23 und 54) und den Sprüchen (Tischgebetlein aus Kap. 30) erschienen bereits zu Steuerleins Lebzeiten im Druck. Der Vergleich von Drucken und Handschriften liefert Informationen über die (Un)verbindlichkeit der damaligen Orthographie, die für die Editionsrichtlinien Berücksichtigung findet:

  • Im Druck von 1581 wird i.d.R. "ihm, ihn, ihr, ihre" etc. mit kleinen "j" und ohne h geschrieben: "jm", "jn" (im Gegensatz zu "in", "im"). In Steuerleins Abschrift von Jesus Syrach findet sich dagegen immer Großschreibung, wobei die Unterscheidung zwischen den Pronomen "ihm/ihn" und Präpositionen im/in durch Dehnungs-h geschieht (also: "Jhm/Jhn" und "Jn/Jm"). Hier wird in der Edition ohne weiteres zur neuhochdeutschen Orthographie modernisiert.
  • Der Gebrauch der Grapheme "v" und "u" (am Wortanfang v, im Wortinneren u) z.B. "vnd", "vnfug", "zuuor") wird bei Namen ("Dauid", "Leui" (siehe Liste)) aus optischen Gründen modernisiert.
  • Im Druck von 1581 findet sich gegenüber der Handschrift die Formen "Frauw", "Schauw", "Thauw", "treuwlich" (hands.: Fraw, Schaw, Taw, trewlich). Der Drucker fügte vor das intervokalische "w" als Lesehilfe ein "u" ein. Steuerlein hat in seiner Abschrift an einigen Stellen ebenfalls "w" durch "u" ersetzt. Für die Edition wurde die Ortographie (also "w" für "u") beibehalten, sofern sie nicht missverständlich ist.
  • Im Druck gibt es kein Trema-y (ÿ), da diese Glyphe dem Drucker ggf. nicht zur Verfügung stand. In den allermeisten Fällen, wo das "y" keinen lautlichen Unterschied kennzeichnet, wurde auf die Wiedergabe in der Transkription verzichtet.
  • Dehnungs-h wurde nur dort modernisiert, wo der Gebrauch moderne Leser irritiert (z.B. handschriftliche Form "Jhesus" (siehe dagegen "Jesus Syrach" sowohl in der Handschrift als auch im Druck (1581)).