188 helmst 0484v

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

Die Srche Salomo¬
Wer einen Naren zeuget, der hat
Gremen vnd trübsal, frür vnd spat,
Vnd eines Narren Vatter hat
kein freude, der Narr Vhgt keym rath.
Din Eelich Hert fein lustig macht
das leben, das es hupfft vnd lacht¬
Aber, ein betrüeblicher Muth
vertrucknet das Gebein vnd Bluth¬
Der Gottloß zu böß Sachen stimmpt
vnd heimlich gern Beschencke ningt,
Den weg des Rechtes nhur zu beugen,
vnd das Warhaffte gantz zuleugen.
in verstendiger Mann bewerth,
der füret Weißliche Geberdt
Ein Narr der scheinet sich nicht sehr
Wirffet die Augen hin vnd her¬
Din Nerrischer Sohn ist furwar
Seins Vntters Trawren Inmerdar
vnd Betruebnns der Mutter sein,
die Ihn geboren hat mit Pein¬
Dß ist nicht gutt, zuhauf sich flechten,
das man nhür schindet den Gerechten,
den fursten (das Land wirdt verwirrt)
zuschlagen, der da recht regut¬
in vernunfftiger seine Red¬
Meßigt, vnd mit bedacht hergeht,
Vnd ein verstendige Mann, ohn fehl,
Ist ein thewre, werth, Edle Seel.
din Nart, wenn Er schwieg zur gebüer,
Vnd rauscht nicht Ins beloch herfür¬
Wurdt auch gerechnet, vor sehr weiß,
vnd verstendig, wenn Er fein leib
Das Maul hielt, vnd sich moderirt,
viel plaudern bringt kein Lob noch Zied¬
Das. 18. Capitel.
Der sich absondert ohn gebüer,
der sucht, was Ihm gelüstet nhür,
Vnd setzt sich wider alles das,
was guth ist, helt kein Ziel noeh ma߬
in Narr hat nicht licht am verstandt,
Ahtts nicht, obs lob bring oder schandt,
Sondern, was In seyn hertzen steckt
Er nhur herauser göckt vnd pleckt,
Wo der Gottlose komet hin¬
wenn Er meint, es trag Ihm gewien,

00994.jpg

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