Transkriptionsrichtlinie: Unterschied zwischen den Versionen
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| (17 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
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==Transkriptionsrichtlinie== | ==Transkriptionsrichtlinie== | ||
Für die Transkription der Handschriften | Für die Transkription der Handschriften von den den Digitalisaten folgen wir der folgenden Richtlinie. | ||
Siehe auch das [http://steuerlein-reimbibel.de/index.php?title=Transkriptionsbeispiel Transkriptionsbeispiel]. | Siehe auch das [http://steuerlein-reimbibel.de/index.php?title=Transkriptionsbeispiel Transkriptionsbeispiel]. | ||
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| Nr. | | '''Nr.''' | ||
| Kategorie | | '''Kategorie''' | ||
| Regel | | '''Regel''' | ||
| Konkretisierung / Transkriptionsbeispiele | | '''Konkretisierung / Transkriptionsbeispiele / Anmerkungen''' | ||
| | | '''Originalansicht eines konkreten Beispiels''' | ||
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|1 | |1 | ||
|Struktur | |Struktur | ||
|Die Datenbank ist | |Die Datenbank ist nach (Folio)seiten strukturiert. | ||
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|2 | |2 | ||
| Struktur | | Struktur | ||
| Kopf- und Fußzeilen werden | | Kopf- und Fußzeilen werden transkribiert | ||
| | |Keine Leerzeile zwischen Kopf/Fußnote und Haupttext | ||
| | |"Das Erste Buch Mose." | ||
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|3 | |3 | ||
|Struktur | |Struktur | ||
|Absätze | |Absätze und Zeilenumbrüche bleiben erhalten. Leerzeilen werden in der Regel weggelassen (größere Zwischenräume vereinheitlicht). Einrückungen (von Versen) werden nicht übernommen. | ||
|in Wikitext | |Verwendung der Vorlage <nowiki><poem> in Wikitext.</nowiki> | ||
Keine Einrückungen. | |||
Paulus Sie sterckt aus seinen Banden,<br / | |<poem>Sanct Paulus die Philipper tröst,<br />Timotheus Sie gleichsfalß grüest,<br />Paulus Sie sterckt aus seinen Banden,<br />Jn keynerley stück werdt Er zuschanden.</poem> | ||
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|4 | |4 | ||
|Struktur | |Struktur | ||
|Worttrennung am Zeilenende wird nicht übernommen | |Worttrennung am Zeilenende wird nicht übernommen mit Ausnahme von: 1. Überschriften (Titel) 2. Seitenumbruch, 3. Poetische Texte. | ||
| | | | ||
* Die Titelblätter und die Titel/Überschriften werden mit Worttrennungen am Zeilenende wiedergegeben. | * Die Titelblätter und die Titel/Überschriften werden mit Worttrennungen am Zeilenende wiedergegeben. | ||
* Die Texte der Vorworte | * Die Texte der Vorworte wurden nicht zeilengenau wiedergegeben, so dass Worttrennungen übergangen wurden - mit Ausnahme von Worttrennungen bei Seitenumbrüchen. | ||
* Poetische Texte werden Zeile für Zeile mit ggf. | * Poetische Texte werden Zeile für Zeile mit ggf. vorkommender Worttrennung wiedergegeben (Mit modernem Trennstrich: -). | ||
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|5 | |5 | ||
| Struktur | | Struktur | ||
| | | Kapitelüberschriften werden fett hervorgehoben. | ||
| '''Das 2. Capitel.''' | |||
Am Siebendten Tag ruht Gott fein, | Am Siebendten Tag ruht Gott fein, | ||
Von allem Gschöpff vnd Wercken sein, | Von allem Gschöpff vnd Wercken sein, | ||
| [[Datei:002.jpg|mini]] | | [[Datei:002.jpg|mini]] | ||
|- | |- | ||
|6 | |6 | ||
|Struktur | |Struktur | ||
|Randbemerkungen | |Randbemerkungen und interlinearer Text, die den Haupttext ergänzen oder verbessern, werden in den Text integriert und mit Fußnote im kritischen Apparat angemerkt. | ||
| | |Den Edlen<sup>1</sup> <abbr>Ehrnvhesten</abbr>, <abbr>Fursichtigen</abbr>, <abbr>Achtparn</abbr><sup>1</sup>Edlen: über der Zeile nachgetragen | ||
| | | | ||
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|7 | |7 | ||
|Struktur | |Struktur | ||
|Randbemerkungen (Marginalien) und interlinearer Text, die | |Randbemerkungen (Marginalien) und interlinearer Text, die keine Ergänzung oder Verbesserung des Haupttextes sind, werden in einer Fußnote wiedergegeben. | ||
| | |Die ich rief, die Geister | ||
werd ich nun nicht los.<sup>1</sup> | |||
<sup>1</sup>Randbemerkung: "Sagte schon Goethe". | |||
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|8 | |8 | ||
| Schrift | | Schrift | ||
| | | Es findet keine Hervorhebung von verschiedenen Schriftarten (z.B. Fraktur oder Antiqua statt Kurrent) statt. | ||
| "Mit einer Vorrede, Des Ehrwirdigen Vnd Hochgelarten Herrn POLYCARPI LEYSERS," | | "Mit einer Vorrede, Des Ehrwirdigen Vnd Hochgelarten Herrn POLYCARPI LEYSERS," | ||
| [[Datei:001.jpg|mini]] | | [[Datei:001.jpg|mini]] | ||
| Zeile 102: | Zeile 87: | ||
|9 | |9 | ||
|Schrift | |Schrift | ||
| | |Langes s wird durch normales s wiedergegeben und nicht durch eine Sonderform (ſ). | ||
|<b> | |<b>Das 2. Capitel</b><br/>Am Siebendten Tag ruht Gott fein, | ||
Von allem Gschöpff vnd Wercken sein, [statt: ''ſein''] | Von allem Gschöpff vnd Wercken sein, | ||
[statt: ''ſein''] | |||
|[[Datei:002.jpg|mini]] | |[[Datei:002.jpg|mini]] | ||
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|10 | |10 | ||
|Schrift | |Schrift | ||
|Ligaturen | |Ligaturen, auch „Æ/æ” und „Œ/œ”, werden aufgelöst. | ||
| | |Dies betrifft fast nur lateinische/latinisierten Begriffe (Z.B.: "Præfation", "Jeremiæ") | ||
["Praefation", "Jeremiae"] | |||
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|11 | |11 | ||
|Schrift | |Schrift | ||
|Diakritische Zeichen, die nur als Lesehilfe fungieren werden übergangen. Zeichen zur lautlichen Unterscheidung werden dagegen übernommen ( | |Diakritische Zeichen, die nur als Lesehilfe fungieren, werden übergangen (Poet, heylig, Jsrael, Jsmael). | ||
Zeichen zur lautlichen Unterscheidung (Umlaute) werden dagegen übernommen (Öel, Für). Dies gilt auch für Pleonasmen (z.B. "füer" (für oder fuer)). | |||
Wo diakritische Zeichen zur lautlichen Unterscheidung nach heutiger Orthographie missverständlich gesetzt sind (z.B. Oël, lies nicht: O-el), werden sie stillschweigend korrigiert. (Öel, lies: Öl), wobei der Pleonasmus erhalten bleibt. | |||
Bei "Castanäen" ist unklar, ob es sich um einen Pleonasmus von "ä" (ae) handelt oder ob die Lesung ä-e lauten muss. Uneindeutige Lesungen sind anzumerken. | |||
|Kein u-Bogen über „u” und „w”; | |||
-oë- wird -öe-, wenn "ö", -> "Öel"). | |||
-oë- oder -öe-, wird -oe-, wenn "o-e", wie in "Poet" | |||
Tremapunkte bei ü / v̈ und (auch mit e) -> "füer"). | |||
Keine Tremapunkte bei ÿ (heylig, seyn)! | |||
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| Zeile 128: | Zeile 124: | ||
|13 | |13 | ||
|Schrift | |Schrift | ||
|Kürzungszeichen werden bei ''unzweifelhafter'' Bedeutung | |Kürzungszeichen werden bei ''unzweifelhafter'' (!) Bedeutung (z.B. Geminationsstrich oder Kürzungsstrich über n und m (z.B. "Man̅" -> Mann; "vn̅" -> vnd), sowie Nasalstrich (Mariē ''->'' Marien)) stillschweigend aufgelöst. | ||
Ist die Auflösung unklar, bzw. die Kürzung (aus poetischen Gründen) beabsichtigt (z.B. "eym̅" für "eynem")), wird dies mit Fußnote angemerkt. | |||
|"Mann", "Grimm", "kohmmen", "vnd", "seynn", wz= "was", dz= "das" oder "daß" | |||
"Dann, Gott eben sowohl eym<sup>1</sup> Mann" | |||
<sup>1</sup>eym: Abkürzung im Original: eym̅ | |||
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|14 | |14 | ||
|Schrift | |Schrift | ||
|Sonderzeichen (Symbole), die sich graphisch wiedergeben lassen, bleiben im Text unverändert. Solche, die sich nicht wiedergeben lassen werden | |Sonderzeichen (Symbole), die sich graphisch wiedergeben lassen, bleiben im Text unverändert. Solche, die sich nicht wiedergeben lassen werden im Text mit [Symbol: ...] beschrieben. | ||
|Z.B.: "☘" | |Z.B.: "☘" | ||
Eine Beschreibung: [Symbol: Federzeichnung einer Eichel] | Eine Beschreibung: "[Symbol: Federzeichnung einer Eichel]" | ||
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|15 | |15 | ||
|Schrift | |Schrift | ||
|Durchstreichungen | |Durchstreichungen im Original (= Streichungen) werden übernommen. Sie erscheinen im Textapparat (Fußnote). | ||
|"Was sollt' er <s>machen</s> tun | |"Was sollt' er tun?<sup>1</sup>" | ||
<sup>1</sup>tun: im Original: <s>machen</s> tun (Streichung) | |||
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|16 | |16 | ||
|Rechtschreibung | |Rechtschreibung | ||
| | |Die Rechtschreibung (auch von Eigennamen) folgt dem Buchstabenbestand des Originals ohne Vereinheitlichung der Orthographie. | ||
|Häufige Abweichungen (nicht vollständig) | Ausnahmen: | ||
1. Prominente Eigennamen mit "u" statt "v": Levi (statt: Leui), David, (H)eva, Evangelium | |||
2. Jesus (einheitlich, ohne Dehnungs-h, nicht: Jhesus) | |||
3. Fremdworte: avisirt (statt: auisirt) | |||
|Häufige Abweichungen (nicht vollständig): | |||
* v für u ("vnd") und u für v | * v für u ("vnd") und u für v. | ||
* J/j für i ("Jch", "jn"). | * J/j für i ("Jch", "jn"). | ||
* ey für ei ("heylig", "seyn", "seym", "sey") | * ey für ei ("heylig", "seyn", "seym", "sey") | ||
* f für v ("for") und v für f ("vest"). | * f für v ("for") und v für f ("vest"). | ||
* t für d ("teutsch", "Truck", "Jugent") | * t für d ("teutsch", "Truck", "Jugent") | ||
* Dehnung-h vor dem Vokal statt nach diesem ( | * Dehnung-h vor dem Vokal statt nach diesem ("Nhame", "mher") oder in heute unüblichen Fällen ("ahm"/"ahn", "nhur", "thun") oder dort nicht, wo heute dagegen üblich ("jn" -> ihn; "jm" -> ihm) | ||
* Dehnungs-e noch nicht fixiert ("dise(r)" -> diese(r), "gieng" -> ging, "widerkohmen" -> wiederkommen, "ligen" -> liegen). | * Dehnungs-e noch nicht fixiert ("dise(r)" -> diese(r), "gieng" -> ging, "widerkohmen" -> wiederkommen, "ligen" -> liegen). | ||
* Keine Umlaute (ü oft u/v: "fur" -> für, "vber" -> über; ä oft e: "were" -> wäre, "hette" -> hätte, "Gedechtniß" -> Gedächtnis; ö nur selten oe: "Oel" -> Öl. | * Keine Umlaute (ü oft u/v: "fur" -> für, "vber" -> über; ä oft e: "were" -> wäre, "hette" -> hätte, "Gedechtniß" -> Gedächtnis; ö nur selten oe: "Oel" -> Öl. | ||
| Zeile 167: | Zeile 172: | ||
|17 | |17 | ||
|Rechtschreibung | |Rechtschreibung | ||
|Groß- und Kleinschreibung wird weitestgehend übernommen. | |Groß- und Kleinschreibung wird weitestgehend aus dem Original übernommen. | ||
Ausnahme: Im Wortinneren und im Wortauslaut wird zugunsten besserer Lesbarkeit auch entgegen der Vorlage die Kleinschreibung angewendet. | Ausnahme: Im Wortinneren und im Wortauslaut wird zugunsten besserer Lesbarkeit auch entgegen der Vorlage die Kleinschreibung angewendet (z.B. darinn, statt: darJnn) | ||
Ausnahmen von der Ausnahme: Durchgängige Versalbuchstaben | |||
Ausnahmen von der Ausnahme: Durchgängige Versalbuchstaben, besondere Emphase (Betonung) und substantivischer Komposita. | |||
|Beispiele für Ausnahmen: | |Beispiele für Ausnahmen: | ||
Gottesname "HERR", | Gottesname "HERR", | ||
| Zeile 191: | Zeile 197: | ||
|Rechtschreibung | |Rechtschreibung | ||
|Satzzeichensetzung bleibt unverändert, wo sie nach heutiger Praxis verständlich ist. | |Satzzeichensetzung bleibt unverändert, wo sie nach heutiger Praxis verständlich ist. | ||
Heute ungebräuchliche und ggf. missverständliche Satzzeichen werden gemäß ihrer beabsichtigten Funktion durch entsprechende „moderne” Zeichen ersetzt. | Heute ungebräuchliche und ggf. (im Kontext) missverständliche Satzzeichen werden gemäß ihrer beabsichtigten Funktion durch entsprechende „moderne” Zeichen ersetzt. | ||
|Häufige Abweichungen: | |Häufige Abweichungen: | ||
* = oder : als Worttrenner beim Zeilenumbruch -> ("Nurn=|bergk") werden durch Bindestrich (-) ersetzt | * "=" oder ":" als Worttrenner beim Zeilenumbruch -> ("Nurn=|bergk") werden durch Bindestrich ("-") ersetzt | ||
* : als Abkürzungszeichen ("D:" -> Doctor, "M:" -> Magister) wird durch Punkt (.) ersetzt, sofern die Abkürzung nicht ganz aufgelöst wird | * ":" als Abkürzungszeichen ("D:" -> Doctor, "M:" -> Magister) wird durch Punkt (".") ersetzt, sofern die Abkürzung nicht ganz aufgelöst wird | ||
*(. | *"(." und ".)" - Klammern mit Innenpunkten: ohne Punkte darstellen. | ||
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|21 | |21 | ||
|Rechtschreibung | |Rechtschreibung | ||
|Getrennt- und Zusammenschreibung folgt der Vorlage. In den relativ seltenen Fällen nicht eindeutiger Schreibungen findet die heutige Orthographie Anwendung. | |Getrennt- und Zusammenschreibung folgt der Vorlage. In den relativ seltenen Fällen nicht eindeutiger Schreibungen findet die heutige Orthographie Anwendung. [Der editorische Eingriff wird in einer Fußnote angemerkt] | ||
| | |"ob whol"<sup>1</sup><sup>[1</sup>ob whol: Im Original: obwohl] | ||
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| Zeile 208: | Zeile 214: | ||
|Rechtschreibung | |Rechtschreibung | ||
|Ordnungszahlen (Ordinalzahlen) erscheinen, auch abweichend von der Vorlage, prinzipiell mit Punkt. | |Ordnungszahlen (Ordinalzahlen) erscheinen, auch abweichend von der Vorlage, prinzipiell mit Punkt. | ||
| | |z.B. "Das 3 Kapitel" -> "Das 3. Kapitel" | ||
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|23 | |23 | ||
|Edition | |Edition | ||
|Emendationen, d.h. beweisbare Korrekturen, die durch den Bearbeiter vorgenommen werden und sich durch bloße Ergänzungen beheben lassen, | |Emendationen, d.h. beweisbare Korrekturen, die durch den Bearbeiter vorgenommen werden und sich durch bloße Ergänzungen beheben lassen, werden korrigiert und mit Fußnote angemerkt. | ||
| | |"Petrus"<sup>1</sup><sup>1</sup>Petrus: im Original: Perus | ||
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|Edition | |Edition | ||
|Emendationen, d.h. beweisbare Korrekturen | |Emendationen, d.h. beweisbare Korrekturen, die nicht durch bloße Ergänzung korrigiert werden können (z.B. Zahlendreher, Schreibfehler (wenn sie auch nicht mit der damaligen Orthographie erklärt werden können und den Lesefluss und das Verständnis grob beeinträchtigen)) werden korrigiert und durch Fußnote erläutert. | ||
|Zu Beispiel: " | |Zu Beispiel: "1609<sup>4</sup>" oder "Petrus<sup>5"</sup><sup>4</sup>1609: im Original: 1690 | ||
<sup>5</sup>Petrus: im Original: Retrus | |||
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|25 | |25 | ||
|Edition | |Edition | ||
|Korrekturen von Schreibversehen, die zu streichen sind, wie z. B. Dittographie (nicht intendierte Wortwiederholungen) werden in | |Korrekturen von Schreibversehen, die zu streichen sind, wie z. B. Dittographie (nicht intendierte Wortwiederholungen) werden entfernt. Das entfernte Wort wird in einer Fußnote wiedergegeben und der Eingriff ggf. erläutert. | ||
|Zum Beispiel Dittographie: | |Zum Beispiel Dittographie: | ||
"Er ging in | "Er ging in<sup>1</sup> die Stadt." | ||
<sup>1</sup>in: im Original: in in (Dittographie). | |||
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|Edition | |Edition | ||
|Unzweifelhafte | |Unzweifelhafte Abkürzungen werden ohne Anmerkung aufgelöst. | ||
| | |Unzweifelhafte Abkürzung sind z.B. "D:" = Doktor und "M:" = Magister. | ||
Abkürzungen kommen wahrscheinlich fast nur im Einleitungsteil vor. | |||
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|27 | |27 | ||
|Edition | |Edition | ||
|Konjekturen ("Vermutungen") des Bearbeiters, z.B. | |Konjekturen ("Vermutungen") des Bearbeiters, z.B. über möglichen Text an Stellen mit Papierschäden, Tintenflecken, Buchstaben- oder Textverlust im Falz oder im Fall unleserlicher Verbesserungen), die sich nicht rekonstruieren oder erschließen lassen, werden aufgenommen. Eine Fußnote gibt Auskunft über die Konjektur. | ||
|"Es scheint wohl | |"Es scheint wohl möglich<sup>2</sup> zu sein" | ||
<sup>2</sup>möglich: durch Tintenfleck unleserlich (Konjektur). | |||
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|28 | |28 | ||
|Edition | |Edition | ||
| | |Technisch nicht darstellbare sowie unlesbare oder verlorene Textteile, die aus dem Zusammenhang nicht mehr rekonstruierbar sind und auch keine Vermutung zulassen, werden durch eckige Klammern mit Auslassungspunkten […] kenntlich gemacht (mit Fußnote erläutert). | ||
| | |"Was [...]<sup>6</sup> tun?" | ||
<sup>6</sup>Textverlust durch Loch im Papier. | |||
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|29 | |29 | ||
|Edition | |Edition | ||
| | |Unklare Abkürzungen bleiben unaufgelöst, bzw. werden wie Konjekturen (Vermutungen) behandelt. | ||
| | |Z.B. "man.<sup>2</sup>" -> entweder: "man:[?]" oder: "man[cher] [?]]" | ||
<sup>2</sup>man. : mancher (unsichere Konjektur) | |||
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|30 | |30 | ||
|Edition | |Edition | ||
|Wo der Text ( | |''Wo der Text (bis auf unerhebliche Kürzungen, Wortumstellungen oder Reim bedingte Zusätze) einem Vers der Lutherbibel von 1545 entspricht wird zu Beginn der Zeile die Versnummer hochgestellt angegeben.'' | ||
Wo der Text nur | ''Wo der Text nur zum Teil (Halbvers, Phrase, Satzteil) einen Vers aus der Lutherbibel 1545 wiedergibt, ist die Versnummer kursiv zu setzen. | ||
|Beispiel: Philipper 1:20-21. Zeile 2 ist hier aus Vers 20 entnommen, der im Original (Luther) aber wesentlich länger ist. Zeile 3 und 4 geben dagegen Philipper 1:21 (fast) vollständig wieder: | Wo ein Vers oder Textabschnitt paraphrastisch wiedergegeben ist, sollte die Angabe des Verses oder des Stückes in eckigen Klammern erfolgen. Dies gilt besonders für solche Fälle, wo der Text sonst weitgehend am Original wiedergegeben wird und nur einzelne Verse dazwischen gekürzt/bearbeitet sind.'' | ||
Paulus Sie sterckt aus seinen Banden, | |''Beispiel: Philipper 1:20-21. Zeile 2 ist hier aus Vers 20 entnommen, der im Original (Luther) aber wesentlich länger ist. Zeile 3 und 4 geben dagegen Philipper 1:21 (fast) vollständig wieder:'' | ||
: <sup><i> | ''"Paulus Sie sterckt aus seinen Banden,'' | ||
<sup> | : <sup><i>20</i></sup>''Jn keynerley stück werdt Er zuschanden.'' | ||
: vnd Sterben ist mein Gewinn darneben. | ''<sup>21</sup>Denn, Christus (spricht Er) ist mein Leben,'' | ||
: ''vnd Sterben ist mein Gewinn darneben."'' | |||
''Das Fehlen einzelner Worte ist nicht notierenswert (es sei denn es wäre ein zentraler Begriff des Verses). Fehlende Satzteile oder Phrasen sollten allerdings immer kursiv angemerkt werden. Hier ist die Einschätzung des Editors gefragt.'' | |||
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|} | |} | ||
Aktuelle Version vom 22. September 2026, 13:05 Uhr
"All Weißheit ist von GOtt dem HERRN /
- Den wir anbeten / vnd auch ehrn
Vnd ist bey ihm in ewigkeit /
- Von anfang jetzt vnd alle zeit."
Transkriptionsrichtlinie
Für die Transkription der Handschriften von den den Digitalisaten folgen wir der folgenden Richtlinie. Siehe auch das Transkriptionsbeispiel.

