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|Diakritische Zeichen, die nur als Lesehilfe fungieren werden übergangen. Zeichen zur lautlichen Unterscheidung werden dagegen übernommen | |Diakritische Zeichen, die nur als Lesehilfe fungieren, werden übergangen (Poet, heylig, Jsrael, Jsmael). | ||
Zeichen zur lautlichen Unterscheidung (Umlaute) werden dagegen übernommen (Öel, Für). Dies gilt auch für Pleonasmen (z.B. "füer" (für oder fuer)). | |||
Wo diakritische Zeichen zur lautlichen Unterscheidung nach heutiger Orthographie missverständlich gesetzt sind (z.B. Oël, lies nicht: O-el), werden sie stillschweigend korrigiert. (Öel, lies: Öl), wobei der Pleonasmus erhalten bleibt. | |||
Bei "Castanäen" ist unklar, ob es sich um einen Pleonasmus von "ä" (ae) handelt oder ob die Lesung ä-e lauten muss. Uneindeutige Lesungen sind anzumerken. | |||
|Kein u-Bogen über „u” und „w”; | |||
-oë- wird -öe-, wenn "ö", -> "Öel"). | |||
-oë- oder -öe-, wird -oe-, wenn "o-e", wie in "Poet" | |||
Tremapunkte bei ü / v̈ und (auch mit e) -> "füer"). | |||
Keine Tremapunkte bei ÿ (heylig, seyn)! | |||
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|Schrift | |Schrift | ||
|Kürzungszeichen werden bei ''unzweifelhafter'' (!) Bedeutung (z.B. Geminationsstrich oder Kürzungsstrich über n und m (z.B. "Man̅" -> Mann; "vn̅" -> vnd), sowie Nasalstrich (Mariē ''->'' Marien)) stillschweigend aufgelöst. Ist die | |Kürzungszeichen werden bei ''unzweifelhafter'' (!) Bedeutung (z.B. Geminationsstrich oder Kürzungsstrich über n und m (z.B. "Man̅" -> Mann; "vn̅" -> vnd), sowie Nasalstrich (Mariē ''->'' Marien)) stillschweigend aufgelöst. | ||
Ist die Auflösung unklar, bzw. die Kürzung (aus poetischen Gründen) beabsichtigt (z.B. "eym̅" für "eynem")), wird dies mit Fußnote angemerkt. | |||
|"Mann", "Grimm", "kohmmen", "vnd", "seynn", wz= "was", dz= "das" oder "daß" | |||
"Dann, Gott eben sowohl eym<sup>1</sup> Mann" | |||
<sup>1</sup>eym: Abkürzung im Original: eym̅ | <sup>1</sup>eym: Abkürzung im Original: eym̅ | ||
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|Schrift | |Schrift | ||
|Durchstreichungen | |Durchstreichungen im Original (= Streichungen) werden übernommen. Sie erscheinen im Textapparat (Fußnote). | ||
|"Was sollt' er tun?<sup>1</sup>" | |||
| | <sup>1</sup>tun: im Original: <s>machen</s> tun (Streichung) | ||
<sup>1</sup>tun: im Original: <s>machen</s> tun (Streichung) | |||
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|16 | |16 | ||
|Rechtschreibung | |Rechtschreibung | ||
|Die Rechtschreibung (auch von Eigennamen) folgt dem Buchstabenbestand des Originals ohne Vereinheitlichung der Orthographie | |Die Rechtschreibung (auch von Eigennamen) folgt dem Buchstabenbestand des Originals ohne Vereinheitlichung der Orthographie. | ||
Ausnahmen: | |||
1. Prominente Eigennamen mit "u" statt "v": Levi (statt: Leui), David, (H)eva, Evangelium | |||
2. Jesus (einheitlich, ohne Dehnungs-h, nicht: Jhesus) | |||
3. Fremdworte: avisirt (statt: auisirt) | |||
|Häufige Abweichungen (nicht vollständig): | |Häufige Abweichungen (nicht vollständig): | ||
* v für u ("vnd") und u für v | * v für u ("vnd") und u für v. | ||
* J/j für i ("Jch", "jn"). | * J/j für i ("Jch", "jn"). | ||
* ey für ei ("heylig", "seyn", "seym", "sey") | * ey für ei ("heylig", "seyn", "seym", "sey") | ||
* f für v ("for") und v für f ("vest"). | * f für v ("for") und v für f ("vest"). | ||
* t für d ("teutsch", "Truck", "Jugent") | * t für d ("teutsch", "Truck", "Jugent") | ||
* Dehnung-h vor dem Vokal statt nach diesem ( | * Dehnung-h vor dem Vokal statt nach diesem ("Nhame", "mher") oder in heute unüblichen Fällen ("ahm"/"ahn", "nhur", "thun") oder dort nicht, wo heute dagegen üblich ("jn" -> ihn; "jm" -> ihm) | ||
* Dehnungs-e noch nicht fixiert ("dise(r)" -> diese(r), "gieng" -> ging, "widerkohmen" -> wiederkommen, "ligen" -> liegen). | * Dehnungs-e noch nicht fixiert ("dise(r)" -> diese(r), "gieng" -> ging, "widerkohmen" -> wiederkommen, "ligen" -> liegen). | ||
* Keine Umlaute (ü oft u/v: "fur" -> für, "vber" -> über; ä oft e: "were" -> wäre, "hette" -> hätte, "Gedechtniß" -> Gedächtnis; ö nur selten oe: "Oel" -> Öl. | * Keine Umlaute (ü oft u/v: "fur" -> für, "vber" -> über; ä oft e: "were" -> wäre, "hette" -> hätte, "Gedechtniß" -> Gedächtnis; ö nur selten oe: "Oel" -> Öl. | ||
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|Rechtschreibung | |Rechtschreibung | ||
|Groß- und Kleinschreibung wird weitestgehend aus dem Original übernommen. | |Groß- und Kleinschreibung wird weitestgehend aus dem Original übernommen. | ||
Ausnahme: Im Wortinneren und im Wortauslaut wird zugunsten besserer Lesbarkeit auch entgegen der Vorlage die Kleinschreibung angewendet. | Ausnahme: Im Wortinneren und im Wortauslaut wird zugunsten besserer Lesbarkeit auch entgegen der Vorlage die Kleinschreibung angewendet (z.B. darinn, statt: darJnn) | ||
Ausnahmen von der Ausnahme: Durchgängige Versalbuchstaben, besondere Emphase (Betonung) und substantivischer Komposita. | Ausnahmen von der Ausnahme: Durchgängige Versalbuchstaben, besondere Emphase (Betonung) und substantivischer Komposita. | ||
| Zeile 193: | Zeile 197: | ||
|Rechtschreibung | |Rechtschreibung | ||
|Satzzeichensetzung bleibt unverändert, wo sie nach heutiger Praxis verständlich ist. | |Satzzeichensetzung bleibt unverändert, wo sie nach heutiger Praxis verständlich ist. | ||
Heute ungebräuchliche und ggf. missverständliche Satzzeichen werden gemäß ihrer beabsichtigten Funktion durch entsprechende „moderne” Zeichen ersetzt. | Heute ungebräuchliche und ggf. (im Kontext) missverständliche Satzzeichen werden gemäß ihrer beabsichtigten Funktion durch entsprechende „moderne” Zeichen ersetzt. | ||
|Häufige Abweichungen: | |Häufige Abweichungen: | ||
| Zeile 215: | Zeile 219: | ||
|23 | |23 | ||
|Edition | |Edition | ||
| | |Emendationen, d.h. beweisbare Korrekturen, die durch den Bearbeiter vorgenommen werden und sich durch bloße Ergänzungen beheben lassen, werden korrigiert und mit Fußnote angemerkt. | ||
|"Petrus"<sup>1</sup><sup>1</sup>Petrus: im Original: Perus | |||
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<sup>1</sup>Petrus: im Original: Perus | |||
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|Edition | |Edition | ||
| | |Emendationen, d.h. beweisbare Korrekturen, die nicht durch bloße Ergänzung korrigiert werden können (z.B. Zahlendreher, Schreibfehler (wenn sie auch nicht mit der damaligen Orthographie erklärt werden können und den Lesefluss und das Verständnis grob beeinträchtigen)) werden korrigiert und durch Fußnote erläutert. | ||
|Zu Beispiel: "1609<sup>4</sup>" oder "Petrus<sup>5"</sup><sup>4</sup>1609: im Original: 1690 | |||
|Zu Beispiel: " | |||
<sup>5</sup>Petrus: im Original: Retrus | |||
<sup>5</sup>Petrus: im Original: Retrus | |||
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|Edition | |Edition | ||
| | |Korrekturen von Schreibversehen, die zu streichen sind, wie z. B. Dittographie (nicht intendierte Wortwiederholungen) werden entfernt. Das entfernte Wort wird in einer Fußnote wiedergegeben und der Eingriff ggf. erläutert. | ||
|Zum Beispiel Dittographie: | |||
|Zum Beispiel Dittographie: | |||
"Er ging in<sup>1</sup> die Stadt." | "Er ging in<sup>1</sup> die Stadt." | ||
<sup>1</sup>in: im Original: in in (Dittographie). | <sup>1</sup>in: im Original: in in (Dittographie). | ||
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| Zeile 263: | Zeile 249: | ||
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|Edition | |Edition | ||
| | |Konjekturen ("Vermutungen") des Bearbeiters, z.B. über möglichen Text an Stellen mit Papierschäden, Tintenflecken, Buchstaben- oder Textverlust im Falz oder im Fall unleserlicher Verbesserungen), die sich nicht rekonstruieren oder erschließen lassen, werden aufgenommen. Eine Fußnote gibt Auskunft über die Konjektur. | ||
|"Es scheint wohl möglich<sup>2</sup> zu sein" | |||
| | <sup>2</sup>möglich: durch Tintenfleck unleserlich (Konjektur). | ||
<sup>2</sup>möglich: durch Tintenfleck unleserlich (Konjektur). | |||
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Aktuelle Version vom 22. September 2026, 13:05 Uhr
"All Weißheit ist von GOtt dem HERRN /
- Den wir anbeten / vnd auch ehrn
Vnd ist bey ihm in ewigkeit /
- Von anfang jetzt vnd alle zeit."
Transkriptionsrichtlinie
Für die Transkription der Handschriften von den den Digitalisaten folgen wir der folgenden Richtlinie. Siehe auch das Transkriptionsbeispiel.

