Reimbibel: Unterschied zwischen den Versionen

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* <b>Caspar Halbich (1572-1632),</b> Diakon zu Meiningen.<ref>https://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=meiningen&ID=I12441&lang=de und https://www.google.de/books/edition/Neue_beitr%C3%A4ge_zur_Geschichte_deutschen/o2QOAAAAYAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=%22Caspar+Halbich%22+%22Meiningen%22&pg=PA74&printsec=frontcover&bshm=rime/1,rime/1</ref>  
* <b>Caspar Halbich (1572-1632),</b> Diakon zu Meiningen.<ref>https://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=meiningen&ID=I12441&lang=de und https://www.google.de/books/edition/Neue_beitr%C3%A4ge_zur_Geschichte_deutschen/o2QOAAAAYAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=%22Caspar+Halbich%22+%22Meiningen%22&pg=PA74&printsec=frontcover&bshm=rime/1,rime/1</ref>  
: Halbichs kurzes Gedicht preist die vielfältigen Wege das Wort Gottes zu verbreiten, von denen Steuerlein ebenfalls durch seine Talente Gebrauch machen konnte.
: Halbichs kurzes Gedicht preist die vielfältigen Wege das Wort Gottes zu verbreiten, von denen Steuerlein ebenfalls durch seine Talente Gebrauch machen konnte.
* <b>Johann Ebert, (+1650), Dekan zu Kühndorf.</b><ref>https://www.google.de/books/edition/Biographische_und_litterarische_Nachrich/Msk5AAAAcAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Johann+Ebert+K%C3%BChndorf&pg=PA286&printsec=frontcover&bshm=rime/1</ref>  
* <b>Johann Ebert, (+1650),</b> Dekan zu Kühndorf.<ref>https://www.google.de/books/edition/Biographische_und_litterarische_Nachrich/Msk5AAAAcAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Johann+Ebert+K%C3%BChndorf&pg=PA286&printsec=frontcover&bshm=rime/1</ref>  
: Eberts Gedicht ist vielleicht das bemerkenswerteste von allen, weil er den zeitgenössischen Kontext und die unterschiedlichen Auffassungen von evangelischer und katholischer Seite im Hinblick auf Bibelübersetzungen in die Volkssprachen anspricht: Volkssprachliche Übersetzungen bürgen die Gefahr, dass "Ungeschulte" mit biblischen Geschichten konfrontiert würden, die einzuordnen ihnen die Kompetenz fehlen würde und für den Glauben eine Gefahr darstelle. Er spielt damit auf die Beschlüsse des katholischen Konzils von Trient (1545-1563) an, das den Druck von volkssprachlichen Übersetzungen strikt regelte und den Zugang zu ihnen einschränkte. Steuerlein werde - so die ironisierende Übertreibung des evangelischen Pfarrers - mit seiner Reimbibel gewiss als "Oberketzer" (''Heresiarcha'') eingestuft werden und Unruhen hervorrufen, wenn die Jugend schwere biblische Inhalte in "hüpfendem Metrum" zu lesen bekäme. Ebert kommt natürlich in Abwägung der Positionen, Gottes Wort entweder bekannter zu machen oder doch sicherheitshalber zu verschließen, zu dem gut reformatorischen Schluss, dass man doch die "durstigen Hirsche" vom Quell trinken lassen müsse (vgl. Psalm 42:2), auch wenn man damit zugleich "Schweine sättigt", die man eigentlich an den Styx (den Fluss der Unterwelt = Hölle) treiben müsste. In einer weiteren Andeutung spielt er nebenbei spielt auf die Kriegsgefahr dieser Zeit an und meint das mögliche Eingreifen Frankreich in den Jülisch-Klevischen Erbstreit (1609/1610), womit er einen Hinweis auf die Abfassungszeit seines Gedichtes gibt. Es muss vermutlich noch vor oder kurz nach der Ermordung des französischen Königs Heinrich IV. (14. Mai 1610) verfasst sein, da sich die politische Lage danach entspannte.
: Eberts Gedicht ist vielleicht das bemerkenswerteste von allen, weil er den zeitgenössischen Kontext und die unterschiedlichen Auffassungen von evangelischer und katholischer Seite im Hinblick auf Bibelübersetzungen in die Volkssprachen anspricht: Volkssprachliche Übersetzungen bürgen die Gefahr, dass "Ungeschulte" mit biblischen Geschichten konfrontiert würden, die einzuordnen ihnen die Kompetenz fehlen würde und für den Glauben eine Gefahr darstelle. Er spielt damit auf die Beschlüsse des katholischen Konzils von Trient (1545-1563) an, das den Druck von volkssprachlichen Übersetzungen strikt regelte und den Zugang zu ihnen einschränkte. Steuerlein werde - so die ironisierende Übertreibung des evangelischen Pfarrers - mit seiner Reimbibel gewiss als "Oberketzer" (''Heresiarcha'') eingestuft werden und Unruhen hervorrufen, wenn die Jugend schwere biblische Inhalte in "hüpfendem Metrum" zu lesen bekäme. Ebert kommt natürlich in Abwägung der Positionen, Gottes Wort entweder bekannter zu machen oder doch sicherheitshalber zu verschließen, zu dem gut reformatorischen Schluss, dass man doch die "durstigen Hirsche" vom Quell trinken lassen müsse (vgl. Psalm 42:2), auch wenn man damit zugleich "Schweine sättigt", die man eigentlich an den Styx (den Fluss der Unterwelt = Hölle) treiben müsste. In einer weiteren Andeutung spielt er nebenbei spielt auf die Kriegsgefahr dieser Zeit an und meint das mögliche Eingreifen Frankreich in den Jülisch-Klevischen Erbstreit (1609/1610), womit er einen Hinweis auf die Abfassungszeit seines Gedichtes gibt. Es muss vermutlich noch vor oder kurz nach der Ermordung des französischen Königs Heinrich IV. (14. Mai 1610) verfasst sein, da sich die politische Lage danach entspannte.
==Inhaltsverzeichnis Altes Testament (Abschrift nach der Handschrift)==
==Inhaltsverzeichnis Altes Testament (Abschrift nach der Handschrift)==