Geschichte der Reimbibeln: Unterschied zwischen den Versionen
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: <i>„Eingeflochten sind manche meist legendenhaften Einzelheiten, welche aus biblischen Apokryphen, mitunter auch aus weltlichen Schriften stammen.“</i> <ref>Zweite Auflage, Hrsg. von Franz Kaulen, Bd. 10 (Freiburg: Herder, 1897), Sp. 963-967.</ref> | : <i>„Eingeflochten sind manche meist legendenhaften Einzelheiten, welche aus biblischen Apokryphen, mitunter auch aus weltlichen Schriften stammen.“</i> <ref>Zweite Auflage, Hrsg. von Franz Kaulen, Bd. 10 (Freiburg: Herder, 1897), Sp. 963-967.</ref> | ||
===Bibelepik=== | ===Bibelepik und bibelepisches Erzählen=== | ||
<i>Hinter Sammelbegriffen wie ‚Bibelepik‘, ‚Bibeldichtung‘ und ‚biblische Legende‘ verbirgt sich ein kaum eindeutig zu definierendes Textcorpus, ein Sammelbecken hybrider Erzählungen zwischen heiligem und kulturellem Text.</i><ref>Susanne Spreckelmeier: <i>Bibelepisches Erzählen vom Transitus Mariae im Mittelalter.</i> (Berlin: De Gruyter, 2019), Einleitung, S. 12</ref> | |||
<i>Bibelepische Texte sind dennoch, selbst wenn sie als Paraphrasen nah am biblischen Grundtext erzählen, weder als bloße Übersetzungen noch als geschöpftes Neues, sondern als Bearbeitungen eines biblischen oder apokryphen Stoffs als Gotteslob und | |||
Dienst am Glauben zu verstehen.</i> | |||
Zu den Evangelienharmonien zählt neben dem altsächsischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heliand ''Heliand''] (Niederschrift um 830) exemplarisch [https://de.wikipedia.org/wiki/Otfrid_von_Wei%C3%9Fenburg Otfrid von Weißenburgs'] <i>Evangelienbuch</i> (lat. ''Liber evangeliorum''), vollendet zwischen 863 und 871, das als erstes Werk überhaupt den Endreimvers anstelle des Stabreims in das Althochdeutsche einführte. Es gilt als zugleich als (Bibel)Epos, das Paraphrase mit Kommentar verbindet. | Zu den Evangelienharmonien zählt neben dem altsächsischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heliand ''Heliand''] (Niederschrift um 830) exemplarisch [https://de.wikipedia.org/wiki/Otfrid_von_Wei%C3%9Fenburg Otfrid von Weißenburgs'] <i>Evangelienbuch</i> (lat. ''Liber evangeliorum''), vollendet zwischen 863 und 871, das als erstes Werk überhaupt den Endreimvers anstelle des Stabreims in das Althochdeutsche einführte. Es gilt als zugleich als (Bibel)Epos, das Paraphrase mit Kommentar verbindet. | ||