188 helmst 0485r

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

Die Spruche Salonn.
Da kompt, CErs haben muß zu Hehu¬)
Verachtung, schimpff, vnd schmach mit hohn¬
Eß sindt die wortt In eines vund
wie tieffe Waßer, ohn ein grundt,
Vnd die Quelle der Weißheit ist
Ein vller Strom, der sich ergrustt
Neht gut ists, CGt straffts aus seyn Thron.)
Achten des Gottlesen Persen
den Gerechten In eine Gericht
zubeugen, wie leidt offt geschiht,
Die Lippen des Narrn bringen Zauck,
Verdient auch hirmit wenig danck
Vnd sein Mund nhur nach Schlegen ringt,
weil Er nhur fande shisch darbringt.
Der Mund des Narrn Ihm selbsten schadt
denn Erkein witze bey sich hat,
Vnd seine Lippen, Schlundt vnd Kehl,
die Pahen seine einne Seelt
Die wort des Verleundbders sindt Schleg
vnd gehen eym, durchs Hertz hinweg¬
Wer Laß ist In seiner Arbeit,
der ist ein Bruder deß bewit¬
der da das Seine bringet vmb,
Mit loser Gselschafft frech vnd dumb¬
Der Nahme des Herrn hoch vnd gros¬
Ist ein Vhestes Verwartes Schloß
der Grecht dahin laufft mit Begirdt,
vnd sicherlich beschirmet wirdt.
Das Guth des Reihn, vnd sein Vorrath
Ist Ihme eine Vheste Stadt,
Vnd wie ein hoch Maur vmb Ihn her¬
darInn Er sehr trutzt, wie ein Beer¬
Wenn einer zu gruedt gehen soll,
wird sein Herr Junge sthtzes vhl,
Vnd ehman kompt zum Ehrenspiel¬
Mūß man zuuor auch leiden viel,
Wer antworttet, ehe Er hört
Vnd als Red vmb Red zerstört,
dem ist es Narrheit vnd groß schandt,
Man achttet sein gar nichts Im Landt¬
Wer ein Hertz hat frisch vnd frölich
der weis Iu seinem leiden sich r
zuhaden, Aber, wenn ligt der Muth
werkaus tragen? Sag Mir, wers thut?
Ein verstendiges Hertz weis sich
zuhodten fein vernunfftigklich
Vnd die Weysen hörn genn vr sich
das man handedt vernuefftigklich.

00995.jpg

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