Druckedition
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Die Druckedition von Steuerleins Reimbibel erscheint in 6 Abteilungen und 10 Bänden:
1. Band, I. Abteilung – Fünf Bücher Mose
2. Band, II. Abteilung – Geschichtsbücher, Teilband 1: Josua bis 2 Samuel
3. Band, II. Abteilung – Geschichtsbücher, Teilband 2: 1 Könige bis Ester
4. Band, III. Abteilung – Weisheits- und Lehrbücher, Teilband 1: Hiob, Sprüche, Prediger, Hoheslied
5. Band, III. Abteilung – Weisheits- und Lehrbücher, Teilband 2: Psalter
6. Band, IV. Abteilung – Propheten
7. Band, V. Abteilung – Apokryphen, Teilband 1: Judit, Weisheit, Tobit, Baruch, Makkabäer, Zusätze zu Ester und Daniel, Gebet Manasses
8. Band, V. Abteilung – Apokryphen, Teilband 2: Jesus Sirach
9. Band, VI. Abteilung – Neues Testament, Teilband 1: Vier Evangelien
10. Band, VI. Abteilung – Neues Testament, Teilband 2: Apostelgeschichte, Briefe, Offenbarung
Jesus Sirach und Teile aus dem Psalter (Psalm 23 und 54) und den Sprüchen (Tischgebetlein aus Kap. 30) erschienen bereits zu Steuerleins Lebzeiten im Druck. Der Vergleich von Drucken und Handschriften liefert Informationen über die (Un)verbindlichkeit der damaligen Orthographie, die für die Editionsrichtlinien Berücksichtigung findet:
- Im Druck von 1581 wird i.d.R. "ihm, ihn, ihr, ihre" etc. mit kleinen "j" und ohne h geschrieben: "jm" (im Gegensatz zum in/im). In Steuerleins Abschrift von Jesus Syrach findet sich dagegen immer Großschreibung, wobei die Unterscheidung zwischen Pronomen ihm/ihn und Präpositionen im/in durch Dehnungs-h geschieht (also: Jhm/Jhn und Jn/Jm). Hier kann in der Edition ohne weiteres zur neuhochdeutschen Orthographie modernisiert werden.
- Der Wechsel von v zu u (z.B. "zuuor", "Dauid", "Leui") wird aus optischen und lautlichen Gründen modernisiert. Unverändert bleibt dagegen der umgekehrte Fall (z.B. "Vnd", "v̈ber").
- Im Druck von 1581 findet sich gegenüber der Handschrift die Formen "Schauw", "Thauw", "treuwlich" (hands.: Schaw, Taw, trewlich). Wo "w" für "u" gebraucht wird, haben wir dies modernisiert (Schau, Tau, treulich).
- Im Druck gibt es kein Trema-y (ÿ), da dies Glyphe dem Drucker ggf. nicht zur Verfügung stand. In den Fällen, wo das "y" keinen lautlichen Unterschied kennzeichnet, wurde auf die Wiedergabe in der Transkription verzichtet.
- Dehnungs-h wurde nur dort modernisiert, wo der Gebrauch moderne Leser irritiert (z.B. handschriftliche Form "Jhesus" (siehe dagegen "Jesus Syrach" sowohl in der Handschrift als auch im Druck (1581)).