188 helmst 0465v

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

die Sfrüche Salomo¬
1
Ruffest, vnd darvmb betest sein
So du sie suchst, wie Silber win
Vnd ferschest Sie, gleich wie die Schetz,
Alßdann wirsu, C. Ist kein Beschwetz,
Die Furcht des Herrn vernhemen schlecht
Vnd Gott bekendtnus findtan recht¬
Denn, Gott der Herre Welßheit gibt,
Vnd aus seym Mundt, wenß Ihm beliebt,
kömet Erkendtnus vnd Verstandt¬
Er leßets In eym Jeden Landt¬
den Aufrichtigen ens gelingen,
vnd bschirmt die frommen, In dln dingen,
Vnd die so recht thun, Er behüett
Vnd bewaret durch Seine Güet,
Den Weg seiner heiligen Knecht¬
denn wirstu Grechtigkeit vnd Recht,
Vnd auch die frönngkeit verstehn,
Allen guten wege zugehn.
Wo die zu hertzen gehen thut
die Weißheit, das In stillen Muth
Du gerne leruest, So wird dich
Bewaren guter Rath treulich,
Vnd Venstandt wirdt behurten dich,
das du nicht Vnvorsichttigklich
Veratest auf der Bösenweg
zuwandern Verfürische Steg,
Noch vnter die Schwetzer verkert,
die sich selbst bringen In gefardt
Vnd verlassen die rechte Bahn,
Vnd gehen finstre weg hienan¬
Die böses zuthun frewen sich,
Vnd sind ohn alle Songfrölich,
In Ihrem bös verkehrtem Wesen,
Daznn Sie hoffen zugenesen.)
Welche Ihrn weg verkehrn, vnd zwar
Ihrn Abweg volgen gantz vnd gar¬
Das du nicht mit vnzuchttigen Leib¬
Geratest an eins Andern Weib,
Vnd die nicht dein ist, die da gibt
Glatt wortt, vnd Ihrn Ehmann nicht liebt
Vnd ohne scham, Ehre, vnd Tugendt
Verlesst den Herren Ihrer Jugendt,
Vnd vergiesset leichtlich den Bundt¬
Ihres Gottes zu Jeder stundt

00956.jpg

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