188 helmst 0470v

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

die Spruche Salotuo¬
denn das Gesetze ist ein Licht,
welchs den, ders liebt, verlesset nicht
darnach, die Straf der Zucht, ohn list,
Ein stracker weg des Lebens ist.
Auf das du werdest, sampt teym Leib¬
Bewaret fur dem Bösen weib
Vnd da auch fur der glatten Zung
der frembdten, habest sicherung¬
Daß dich Ihr Schöne, (die bringts schmertzen.)
Gelüsten nicht, In deinem Hertzen,
Vnd ahn Ihr Aūgen Liden, dich
Verfuhe nicht, es ist fehrlich.
denn zu eyn huj es mißlingt,
das ein hur einen vmbs Brod bringt¬
Aber, ein Ehweib Tngentreich
fehet des Edlen Lebens zweige
Dan auch Jemandt ohn ebentheur
Im Bosenn behalten ein Fruer¬
Vnd eß ohn Ofes worhin verwendten
das seine Kleider Ihm nicht beandten
Wie solt auf Goln gehen Jemandt,
das sein Füeß nicht würdten verbrandt
Als gehts, wer mit schambarm Leib¬
Gehet zu seines Nechsten Weib,
Ihr keiner vngestraffet bleibt
der sie beruhrt, vnd Vnzucht treibt.
K
Lym dieb iste nicht so grosse Schmach
Ob Er seyn derbstal nicht hernach
Sein Seel zusettigen hirmit
weil Ihn hungert, (doch lob Ihs nitt¬
Vnd ob Im Stelen Ee sich Irrt
das Er hicob begrieffen wird,
So gibt Ers Siebenfeltig wider
legt dar alls guth In seym Hauß nider¬
Aber, der mit eyn Weib auf gfahr
die Ehe bricht, der ist amn Narr,
Der bringt sein Leben Ins verderben,
Muß (thut Er nicht Bues) einig sterben,
darzu trifft Ihn Plag, vnd grsß schandt,
vnd sein Schandt wirdt Im gantzen landt
Nicht ausgetilget, noch vergessen,
denn der Grin des Mauß ist vermeßen,
tifert, vnd schonet nicht der Sach,
In sonderheit zur Zeit der Rach,

00966.jpg

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