188 helmst 0120v

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

Das Vierdte Buch Mose.
Das 22. Capitel
Balak, der Sohn Zipar genandt,
Der Moabiter König, sandt
Zu Bileam dem Sohn Beor,
Ein Furstenbottschafft gen Pethor,
Vnd lies Jhn fodrn, vnd also sagen:
Die Moabiter sind Jn zagen,
Fur disem Volck sie fürchten sich,
Dann Jsrael ist gantz mechtig,
Gezogen aus Egyptn hirher,
Vnd grawt den Moabitern sehr,
Dann diß Volck bdeckt das Angesicht
Der Erdten, vnd gegen mir ligt,
So komm nhun, vnd verfluche mir
Das Volck, so sich gelagert hier,
Ob Jch dasselbe möchte schlagen
Vnd aus dem Land widrumb verjagen.
Denn, Jch weis, das, wehn segnest du
Der ist gesegenet Jn ruh,
Vnd welchen du verfluchst, der ist
Verflucht, vnd hat kein gluck zur frist.
Zu Bileam aber Gott sprach:
Geh nicht mit Jhnen, eß abschlag,
Verfluch das Volck auch nicht zur stundt,
Dann gsegnet ist es durch mein mundt.[1]
Darvff weigert sich Bileam,
Das Er nicht mitt zu Balak kam,
Vnd sprach: Der Herr wilß nicht gestatten,
Das Jch mit Euch zieh, reinzurathen,
Balak sandt aus zum Andernmhal,
Noch größer Fursten an der zhal,

  1. ↑ im Original: m (Konjektur. Text verdeckt)
00268.jpg

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