188 helmst 0135r

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

Das Funffte Buch Mose.
Verheisset darbey langes Leben,
Vnd das der Herr Jhnen wöll geben
Vnd Jhrem Samen, dises Land
Welches der Herr (gleichsam zum Pfandt)
Ewern Vetern geschworen hat
Zugebn, Ein Land, aus lauter Gnad,
Da Milch vnd Honig Jnnen fleusst,
Vnd sich ahn Güttern reich ergeusst.
Frueh- vnd Spat Regen zum Getreydt
Gibt Gott dem Landt zu seiner Zeit
Das Most vnd Öel auch wechset fein.
Lesst auf dem Feldt, furs Viehe dein,
Gras wachsen, das sichs jsset satt,
Nicht hunger leidt, noch werde matt.
Hüett Euch, last Euch nicht vberreden,
Das Ewr Hertz vom Herrn wolt abtretten,
Vnd dienet Andern Göttern nicht,
Sonst Euch der Zorn des Herrn anficht,
Vnd seinen Hiemel gar verschleusst,
Das kein Tropf Regens sich ergeusst,
Vnd Jhr Gewechß nicht geb die Erdt,
Vnd Jhr vmbkompt, vnd werdt verzehrt.
Mose ermahnet nochmals whol,
Das man die Kinder lehren soll,
All dise wortt, dieselb zufassen,
Vnd nicht aus Hertzn vnd Seel zulassen.
Er legt Jhn fur, (thut seym Ampt gnug)
Beides, den Segen vnd den Fluch.
Auf dem Berg Grisim solst den Segen,
Den Fluch zu Ebal lassen sprechen,

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