188 helmst 0115r

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

Das Vierdte Buch Mose.
Wir wollen vns nicht lenger quelen,
Lasset vns selbst ein Hauptman wehlen
Vnd aufwerffen, der vns sey eben,
Vnd widr Jn Egypten begeben,
Vnd weil diß Volck nicht gleubt den Zeychen,
Noch sich sonst nicht wolt laßn erweichen,
Wolt Sie der Herr vertilgn vnd schlahen,
Mit Pestilentz sich zu Jhn nahen.
Mose aber zum Herren rief.
Betet furs Volck, aus hertzen tief.
Der Herr wandt auch darauf Gnad ein,
Vnd sprach: Es sol vergeben sein,
Aber, so wahr Jch leb, So sol
Gewies all Welt noch werdten vol
Der Herrligkeit des Herrn. Euch wendt
Morgen, vnd ziehet von dem endt
Hin Jn die Wüsten, auf dem Weg
Zum SchilffMeer. Vnd weil Jhr so frech,
Wil Ewer Kindr Jch bringn hienein,
(Wie Jhr sagt, Sie werdtn ein Raub sein)
Das Sie erkennen soln das Landt
Das Jhr verwerfft, (doch vnerkandt)
Abr, Jhr sollet sampt ewren Leiben
Jn diser Wüstn verfallendt bleiben,
Auf das Jhr Jnn[1] werdt, durch verstandt,
Was sey, wenn Jch abzieh die Handt.
Vnd Jch der Herre habs gesagt,
Das wil Jch auch thun wolbedacht,
Aller diser bösen Gemein,
Die stets wil vngehorsam sein,
Vnd sich entpört hat wider Mich,
Jn diser Wüsten gar kleglich

  1. ↑ im Original: Jnn̄ (= Jnnen)
00257.jpg

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