188 helmst 0495r

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

die Sprechen Saland
Din guter Meiste ein ding macht recht
Aber, wer dingt eyn Hümpler schlecht,
dem wirdt verderbet In gemein¬
wie schön das Werck sonst hett solln sein.
Wie ein Hundt sein gespeyhets wider
frisst, vnd walchert sich auf vnd nider¬
Also, ein Narr der ist vnd bleibt
Der seine Namheit wider treibt.
Wenn das einen siehest, der sich
Weis dünckt, da ist gemeiniglich
Mher Hoffnung an eyne Marrn zuhaben,
denn ahn Ihm, der weißlich wil traben.
er faule spricht, ohn scham vnd schein,
Es ist auffm weg ein Junger Lew,
Vnd ein Lew draussen auf den Gassen,
Mag Mich vn Ihm nicht todten laßen.
Din Fauler wendet sich an Betth,
Wie die Thiter Iu der Angelstehe.
Der faul verbirget seine Hand
In dem Töpffen, Sein ist die Schandt,
Vnd wird Ihm saur, eb dannt gelein
das Er Siechen zum Miride bring¬
Ein Fauler dunckt sich weiser sein,
denn Sieben, die da hubsth vnd fein
Sitten vnd schöne Spruche lehren,
Sugent vnd Lob mittzuvernheren,
Wer furgehet, vnd sich mengt eint
In frembdten Hadder, Csteht nicht fein¬
der ist, wie einer, der den Hundt
Bey den Ohrn zwackt, oder am Schlundt¬
Wie einer heinlich mit Geschog
vnd pfeilen stcheusst, vnd tödtet blos,
Alß, ein falscher Mensch auch thut
Mit seinem Nechste, ob meint Es guth,
Vnd spricht darnach, Ich hab gescherzt
Auch gleichsam Ihn freundlich gehertzt.
Wenn meier Hotz da ist, das Feier
Verlescht, breundt nicht so vngeheum,
Vnd wenn der Verleumbdter ist weg,
So höret auf der Hadder frech¬
Gleich wie die Kolen eine Glut¬
vnd holtz ein Feur erwecken thut
Also richtt ein Zenckischer Man¬
Auch Hadder vnd vnd Vneidlen ehn¬
des Verleumbders Wortt bringen schmertz,
vnd sind wie Schleg, gehen durchs Herr¬
Difftiger Mund vnd böses Hertz,
Pfleget zuvber keinen Schertz
Ist wie ein Stherben, so da kaum
Vberzogen mit Silbenschaūm.

01015.jpg

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