188 helmst 0498v

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

die Sfruche balomo¬
Din König, der da tewlich nichtt
die Armn, In Königklicher pfliche¬
des Thran wird einigklich bestehen
Im Land glucklich vnd wol ergehen.
Luthe vnd Straffe gibt weißheit
Aber, ein Knab In Jugents Zeit
Ihm selbst gelassen In seym Eutter,
derselbe sehendet seine Mutter¬
Woviel Gottbsen sindt, da sindt
viel Sünde, welche man begindt
Aber, die Grechten lzumahl
werdten erleben Ihren fall¬
Zuhtge deinen Sohn ernstlich
So wird Er fein ergetzen dich,
Vnd deiner Seelen sanfft thun wirdt
wenn due Ihn wol hast castigirt.
Wenn die Weißagungen aus ist
So wird das Volck gar wildt vndveüest,
Wol aber deme, der da stets
Handhabet das Göttlich Besetz¬
K
in Knecht lesset mit wortten sich
Nicht zuchttigen, Er ist vppich,
denn, Ob Es gleich verstehet recht,
Nimpt Er sichs doch nicht ahn, so schlecht¬
Siehestu einen, schuell zuredten
Alß undt E gernsam wortt verzetten,
Da ist mher Hoffnung an dem Maren,
denn ahn Ihm, man hals offt erfarn¬
Wenn ein Knecht Zerttlich In seyen lauff,
Gehadten wird von Jugendt auf¬
Wil Er darnach ai Jungkher sein,
Niemandts kompt mit Ihm Werein¬
Din Zernng Man, richtt Jadder ahn¬
So viel an Ihm, wo Er nhir kan¬
Vnd ein Grinniger thut viel Sindt
daraus sich all Vngluck entzundt¬
Die Hoffart des Menschen In Kurtzen
wirdt Ihn In seiner Stelzheit surtzen
Aber, der demütige wirdt
Ehre empfahen, Eb vnd Ziedt¬
Wenn theil mit dieben hatt ein Man¬
Hört fluchen, vnd sagets nicht ahn,
er hasst sein Leben, geht zu grundt,
denckt, sey zuthun vmb ein bös stundt.
Zur Menschen sich schewen dlein
Bringet zufall, vnd soll nicht sein,
wer sich abr, auf den Herren verlesst
der widt beschützt, vnd stehet vhrst¬
iel suchn ains Fursten Angesicht,
Aber, eins Jeglichen Gericht,
kompt nhur vom herrn, denn Fursen Gunst
Vnd Gnad, ohn Gott, ist allß vmb sunst¬

01022.jpg

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