Der Prediger Salomo
Das 1. Capitel.
Allding ist Eyttel zu der Welt¬
Weißheit, Schön, Reichtumb, Ehr, Buth, Geldt,
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ichts ist new, weder vor noch Itzt,
Eß felle Menschlich vernunfft vnd Witzi
Das. 2. Cappitel
Banen vnd Pflantze ist Eyttekkeit
Zeitliche freud bringt Craurigkeit
Sorg, grosse much, fleiß vnd Arbeitt
Ist nichts, denn lautter Eittelkeit
Mensch, Ish vnd trinck, ohn allen fehl¬
laß guter ding sein deine Seel,
Doch ktraht das Eyttel In deym Standt
das Eltig Kompt tzn Gottes handt¬
Das. 3. Capitel
All ding zur welt hat seine Zeit
Lachen vnd weinen, Fried vnd Streit¬
Geberen werdten, Sterben, Pflantzen,
Wurgen, heilen, Klagen vnd dantzen,
Brechen, Bauen, Suchen, verlieren
Schweigen, Reden, Stineriren,
Lieben vnd Haßen, Sanden Stein¬
Vnd was dergleichen mher mag sein,
Auch Stein zerstreuen, vnd Arbeitt
All wergk vnd furnhenn, hat sein Zeit¬
dab. 4. Capitel.
rangsal ohn Trost, Eintzler, vnd Neyd,
Ja Rönigreich, seindt Eyttekkeit.
Eß ist besse, ein handthl mit Ruh,
denn beydt Feust vll mit Janr vnd Much¬
fellt etwa einer zu eym Kauff¬
So hilfft Ihm sein Gsell wider auf
Weh dem C. Vngleich gehes In der welt¬
Daubmannus.
der da allein ist, wenn Er fellt,
Vielgus ait, si quis noctio
sternutet, haberi
Oo ist kein Andeer da, der Ihm
Wullum, qui possit dicere
Aufhelff, noch Zurvff mitt der Stimm¬
rito, SAL VS.
Auch, wenn zwey beyeinander ligen
Wermen Sie sich, ohn Zangk vnd kriegen,
Wie kan ein Eintzeler warm werdten?
Ein Jeder Mensch hat sein beschwerdten.
Eiur vberwelttigt werdten mag,
Aber, das ist desselben Clag
Das zweene mögen widerstehen,
Achten nicht, wie es dem Eyn mag gehen¬