188 helmst 0503v

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

der Prediger Galonwo¬
Capitel.
das6.
ß ist ein Vnglück, das Ich sah
Vnter der Sonnen, vnd Ist Ja¬
Bey den Menschen fast gar gemein,
Es bringet manchenn grosse Pein¬
wer, dem Edtt hat In seym Leben
Reichtumb, Gütter, vnd Ehr gegeben,
Vnd mangelt Ihm sonst keines mnher
das sein Herr möcht begeren sehr,
Vnd Gott, doch Ihm nicht gibt die Macht
deß zugeniessn, sondern mit pracht
Ein Ander es verzehrt gantz Zach¬
Das ist Eyttel, vnd ein bös plag¬
Wenn Er gleich hundert Kinder Zeucht
Vnd sich gar köstlich sein bedeucht,
Vnd hette so langs leben zwar,
das Er vberlebte viel Ihne,
Vnd seine Seel settiget sich
des Guthes nicht notturfftigklich,
Vnd blieb ahn Grab, von dem sprech Ih
vnd hielt darfur wanhafftigklich,
Das ein Vnzeitige Gekunt
Besser, denn Er sey, wendt gespurt
denn In Eittelkeit kohnet Ee¬
Vnd Lehrt In Finsterus gantz schwer¬
dahin, vnd sein Nahm bleibt bedeckt
In finsternis, kein Tag Licht schmeckt
wird der Sonnen nicht fro noch satt,
Wede hie noch da kein Ruge hat,
Ob Er auch lebt, zwey Tausent Jhne,
Schwebt Er doch stets In sorg vndt gfahre
hat meiner keinen guten Muth
Bey seym Reihtumb vnd grossene Auth¬
Bekummert sich stets fort vnd fort¬
kompts nicht alles an einen Orth5
Eym Jeden Menschen ist Arbeyt
Aufgelegt bey seins Lebens Zeit
Nah seiner maß, Aber, es kan
das Hertze nicht bleiben daran.
denn, was richttet ein weiser Man¬
Mher aus, weder ein Narer Kun¬
Was Vntersteht der Arme sich,
das E. der gantz Vnvermöglich
Vntern lebendigen Lidl sein d
Es ist viel besser In gemein,
Brauchen das gegenwerttig Guth¬
denn, das man stets gedencken thut
ach Anderm, zufüllen sein kanner
das ist auch Eyttelkeit vnd Jamer¬

01032.jpg

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