188 helmst 0480v

Aus Johann Steuerleins Reimbibel
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Transkription Original (sehr hohe Aufloesung)

Die Spruche Salome.
Aber, Weid ist eytter In Beinen
wenst andern wogeht, möcht Er weinen¬
Wer dem Geringen thut gewadt,
der lestert In solcher gestalt
dessen Schäpffer: wer sich In Noth
deß Arum erbarnt, der ehret Gott.
Der Gottloß steckt vl böser duck
Bestehet nicht In seyne Vngluck
Aber der Grechte trawt auff Este¬
Ist auch getrost In seinem Todt¬
In deß verstendigen Hertzen,
Ruget Weißheit, In schimpff vnd schertzen,
vnd wirdt vntern Narnn offenber¬
Berechtigkeit erhöhet zwar
Ein Volck, Aber der Sunden Schantz
Ist der Leidte verderben gunz¬
in kluger Knecht, der sich recht helt,
dem Könige sehr welgefellt
Aber einem schendtlichen Knecht
Iste feindt, der den Haußhadt verschlegt.
Das. 15. Capitel
de
in Linde Antwort stillt den Zern,
Aber ein hart Wortt sticht wie dorn,
Richtt geim ahn, vnd die Leut vracht¬
Der Weisen Zunge aber macht,
die Lehre lieblich allezeit
der Naren Mundt eittel Narrheit speyhe.
EBschawen die Augen des Herrn
Ahn allen Orten, nach vnd fern
Beide die Bösen vnd die Fromen,
keiner ist seiner Straf entkohmen.
in heilsam Junge Jede frist
Ein starcker Baum des lebens ist,
Aber ein Lugenhafftig Zūng
Macht leid eym hertzen vnd der Lung¬
er Naur lestert seins Vatters Zucht,
Ist gar verrucht, vnd boßhafft flucht
wer aber straf willig, nunpt ahn
der wirdt wendten ein Aliger Men¬
Ins Grechten hauß ist guts geneig,
Aber Venderban, Schad vnd Trup
Ist Im Einkohmen des Estelssen
darInn In grundt Er wirdt venstossene
der weisen Mundt streut guten Rath
daß sich kan brauthe ein gantze Stadt,

00986.jpg

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